BG und BSV gegen Hagen - so ging‘s aus

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Im zweiten Teil des Doppelspieltags der 1. Regionalliga forderten die BG Dorsten und der BSV Wulfen zwei Teams aus der Basketball-Hochburg Hagen.

von Ralf Weihrauch, Andreas Leistner

Dorsten, Wulfen

, 06.10.2019, 21:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Einen sehr geruhsamen Sonntagnachmittag hat Franjo Lukenda auf der Bank der BG Dorsten verlebt. Der 98:68-Sieg seines Teams stand nie in Frage und er hatte genügend Zeit zu experimentieren.

1. Regionalliga West

BG Dorsten - SV Haspe

98:68 (46:31)

Die Starting-Five legte schnell den Grundstein für den vierten Saisonerfolg. Jonas Peters warf seinen ersten von fünf Dreiern zum 5:3 (3.) und nachdem Rene Penders den Ball ebenfalls für drei zum 21:10 versenkte (7.) war klar, dass nichts mehr schief gehen konnte. Die BG dominierte das Gehen ohne Einschränkungen, traf schon im ersten Viertel vier Dreier und ließ unter dem eigenen Korb nichts anbrennen.

Selbst wenn die Dorstener mal nicht aufpassten, waren die Hagener nicht in der Lage, zu punkten. Die dramatische Trefferquote der Gäste lässt sich am besten bei den Freiwürfen ablesen. Im ersten Viertel trafen sie sechs von elf (54,5%) und über 40 Minuten sah es mit 15/25 (60%) nicht viel besser aus.

Youngster voller Selbstvertrauen

Lukenda nahm das 33:16 (10.) zum Anlass, schon im zweiten Abschnitt sehr viel zu wechseln. Das sah nicht immer gut aus, doch die jungen Spieler hinterließen ihre Spuren. Philipp von Quenaudon versenkte einen Dreier und auch sein Solo-Fastbreak zum 40:29 zeugte von großem Selbstvertrauen.

Haspe gewann das zweite Viertel zwar mit 15:13, doch gleich zu Beginn des dritten Abschnitts sorgte die BG mit einem 8:0-Lauf für klare Verhältnisse. Willi Köhler startete mit dem 54:33 seine eigene Miniserie und holte sechs Punkte in Serie zum 58:35 (23.). Haspe punktete nur noch gelegentlich, da die BG Dorsten exzellent verteidigte, aber auch, weil die Gäste weiterhin unterdurchschnittlich trafen.

Nur noch die junge Garde

Das dritte Viertel endete mit 34:19, und das 80:50 nahm Franjo Lukenda zum Anlasse, gänzlich der jungen Garde zu vertrauen. Der Altersschnitt lag meist unter 21 Jahre, doch die Youngster machten ihre Sache sehr gut. So kam auch Andreas Altekruse zu insgesamt über elf Minuten. Für ihn blieb Adam Pickett, der mit 24 Punkten dennoch Top-Scorer war, im gesamten Viertel auf der Bank. Altekruse hatte etliche gute Defense-Aktionen und auch Sven Morlock wusste zu gefallen. Lukenda freute sich sehr über die Leistung seiner Bankspieler: „Sie haben genau das gezeigt, was ich sehen wollte und ich weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann.“

Nur die 100 wurde nicht geknackt

Auch wenn die Fans sich ein 100er-Ergebnis gewünscht hätten, waren sie nicht enttäuscht, dass Rene Penders Dreier zum 98:65 (30.) der letzte Punkt für die BG Dorsten war. Mit nunmehr vier Siegen aus sechs Spielen haben die Dorstener einen guten Start hingelegt und sind nun gewappnet für das schwere Spiel bei den Hertener Löwen am nächsten Samstag.

BG: Eromonsele, Pelaj (10/1), Penders (11/1), Penders (16/4), von Quenaudon (5/1), Schmidt (2), Köhler (10), Budde (6), Morlock (3), Pedroso, Pickett (23/1), Peters (22/5), Altekruse (1).

1. Regionalliga West

BG Hagen - BSV Wulfen

83:78 (43:40)

Der Kampf um den Klassenerhalt oder gar um die Playoff-Plätze wird hart. Das war dem BSV Wulfen vorher klar. Nach der Niederlage bei der BG Hagen ist der Aufsteiger auf Platz zwölf der Tabelle abgerutscht.

„Die Jungs ärgern sich natürlich. Schließlich haben wir verloren“, meinte BSV-Trainer Gary Johnson nach dem Spiel. Er selbst fand allerdings viel Positives im Auftritt seiner Mannschaft: „Im Vergleich zu Donnerstag war das ein deutlicher Schritt nach vorn. Gegen Deutz habe ich die Mannschaft nicht wiedererkannt, so früh aufzugeben – das kannte ich von den Jungs nicht.“ Das war nun am Sonntag in der Hagener Otto-Densch-Halle wirklich anders. Die Wulfener ließen sich in keiner Phase der Partie abschütteln und hatten bis zum Schluss die Chance auf den Sieg.

Schwieriger Wurf bringt die Entscheidung

Beim Stand von 81:78 für Hagen zwangen die Wulfener die Gastgeber mit starker Verteidigung zu einem schwierigen Wurf aus der Spielfeldecke. Doch der saß. Zwölf Sekunden vor dem Ende minimierte Hagen mit dem 83:78 die Wulfener Chancen auf einen Sieg. Alexander Winck hätte 6,6 Sekunden vor dem Ende noch einmal von der Freiwurflinie verkürzen können, vergab aber beide Möglichkeiten, und so blieb es beim knappen Erfolg der BG, die damit in der Tabelle an Wulfen vorbei zog.

Hagens Dreier-Spezialisten gaben den Ausschlag

Den Ausschlag für den Hagener Erfolg hatten vor allem die starken Distanzwerfer der Gastgeber gegeben. Der Litauer Vytautas Nedzsinaks traf fünf seiner sieben Dreier-Versuche, Yannick Opitz war mit fünf von acht nicht viel schlechter, und auch Sören Fritze traf bei neun Versuchen fünfmal aus der Distanz. 16 Hagener Dreiern standen so am Ende nur acht Wulfener gegenüber – was schon acht Punkte Differenz ausmacht. Da nutzt es auch nichts, dass der BSV die Rebound-Statistik mit 40:32 für sich entschied.

BSV: Silic (o.E.); Winck (7(1), Allen (29/4), Ajagbe (5/1), Terboven (o.E.), Kleinert (2), Haucke (14), Bellscheidt (6), Vadder (2), Piechotta (6/2), Peters (7)

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