Deshalb wandelt der BSV Wulfen auf Rene Penders‘ Spuren

Basketball

Wenn der BSV Wulfen am Samstag bei den bringiton Ballers Ibbenbüren antritt, trifft er dort auf einen Spieler, der genau denselben Anreiseweg hat.

Wulfen

, 02.10.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
BG Dorsten - Citybasket RE

Im Sommer 2020 wechselte der Wulfener Rene Penders (l.) von der BG Dorsten nach Ibbenbüren. © Ralf Pieper

Knapp 100 Kilometer fahren die BSV Münsterland Baskets Wulfen am Samstag zum Auswärtsspiel nach Ibbenbüren. Rene Penders fährt diese Strecke drei bis viermal die Woche. Denn der 32-Jährige wohnt in Wulfen, spielt aber seit dieser Saison für die bringiton Ballers Ibbenbüren.

Angefangen hat Penders mit dem Basketball als Jugendlicher – natürlich – in seinem Heimatort, beim BSV. Nach einem Highschool-Jahr in den USA startete der Flügelspieler durch und gehörte nach einem Jahr in der zweiten Mannschaft ab 2007 zum Wulfener Regionalliga-Kader.

Acht Jahre lang spielte er in der Ersten des BSV, dann wechselte er zum Lokalrivalen BG Dorsten. Auch hier gehörte der Dreier-Spezialist zu den Stützen des Teams und gewann 2019 mit der BG den WBV-Pokal. Doch im Sommer 2020 trennten sich die Wege. „Ich suche eine neue Herausforderung“, sagte Rene Penders damals. Und er fand sie in Ibbenbüren.

Ibbenbüren? 100 Kilometer Fahrt zu jedem Training? Und das bei Trainingseinheiten die Woche? „Bis jetzt habe ich kein Problem damit“, sagt Penders, „ich mache einen Musik-Podcast an, und ab geht‘s.“

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Auch vom neuen Verein ist er sehr angetan: „Der Vorstand kümmert sich sehr um mich. In Ibbenbüren ist alles schon sehr professionell.“ Was zu den sportlichen Ambitionen der bringiton Ballers passt. „Wir wollen in der regulären Saison unter die ersten Drei, und in den Play-Offs ist dann alles möglich“, erläutert Rene Penders, was sich er und seine neuen Teamkameraden ausrechnen.

Dabei lobt der Wulfener auch die Chemie im Kader: „Am Anfang habe ich gedacht, dass es schwierig werden könnte, so viele verschiedene Charaktere unter einen Hut zu bekommen. Aber bei allem Konkurrenzkampf ist es so, dass jeder dem anderen seine Spielzeit gönnt und jeder jeden anfeuert. In dieser Form habe ich das so noch nicht erlebt.“

Start in Rhöndorf war verheißungsvoll

Der Start in die Saison war verheißungsvoll. Bei den ebenfalls hoch gehandelten Dragons Rhöndorf feierten die Ibbenbürener am vergangenen Samstag einen souveränen 87:73-Erfolg. Der BSV Wulfen muss sich also bei seiner ersten Auswärtsfahrt warm anziehen. Mal sehen, wer dann auf der Rückfahrt bessere Laune hat – die Wulfener oder Rene Penders.

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