"Das sieht natürlich erstmal blöd aus": Nach drei Platzverweise in fünf Spielen

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Von seinem neuen Trainer Holger Lehmann erhoffte sich Kreisligist GW Barkenberg weniger Undiszipliniertheiten. Drei Platzverweise in fünf Spielen sprechen eine klare Sprache – eigentlich.

von Niklas Berkel

Wulfen-Barkenberg

, 24.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Diese Ansage war klar: "Ich akzeptiere keine Undiszipliniertheiten in der Mannschaft." Sie stammt vom neuen Trainer des Fußball-B-Kreisligisten GW Barkenberg, Holger Lehmann. Der Coach kommt aus Barkenberg, kannte die Probleme des Teams aus der vergangenen Saison schon länger. Auch deshalb misteten die Grün-Weißen vor der Saison aus. Die ausgemachten Störenfriede gehören nicht mehr dem Kader an. Das zumindest war der Plan.

Zwei Ampelkarten und eine Rote Karte

Nach fünf Testspielen scheint dieser schon gescheitert zu sein. Drei Platzverweise sprechen eine klare Sprache. Im ersten Test gegen Preußen Gladbeck sah ein Barkenberger Spieler in der 90. Minute Gelb-Rot. Am vergangenen Wochenende musste dann erst Swen Coralic mit Rot vom Platz gegen den BVH Dorsten, dann am Sonntag Kapitän Evgenji Sadovski mit Gelb-Rot gegen den TuS Henrichenburg. "Das sieht jetzt natürlich erstmal blöd aus", sagt Barkenbergs Torhüter Dominik Hannemann.

"Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte der Schiedsrichter die nicht geben müssen."
Dominik Hannemann, Torwart bei GW Barkenberg

Doch von den Beleidigungen und Ausrastern aus der vergangenen Saison will der langjährige Grün-Weiße nichts wissen. "Die beiden Gelb-Roten waren jeweils kurz vor dem Abpfiff wegen wiederholtem Foulspiel. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte der Schiedsrichter die nicht geben müssen." Die Rote Karte gegen Swen Coralic sei zudem aufgrund einer Notbremse gewesen. Kein böses Foul, aber der Verteidiger sei nun mal der letzte Mann gewesen. Dem pflichtet auch sein Trainer Lehmann bei. "Das waren blöde Szenen, ich habe meine Meinung dazu auch gesagt. Das waren unglückliche Fouls, aber keine Undiszipliniertheiten."

Trainer Lehmann ist positiv überrascht

Die dulde der Trainer auch nicht. "Meckern oder gar Beleidigungen möchte ich nicht sehen", sagt er. Bislang sei er aber positiv überrascht. Bemeckerte sein Vorgänger Oliver Dirr regelmäßig die fehlende Disziplin im Team der Barkenberger, sieht Lehmann "die Kameradschaft auf einem guten Level". Lehmann trainierte in der vergangenen Saison noch die A-Junioren des ETuS Haltern, kickte nebenbei aber bei den Alten Herren in Barkenberg. Daher kannte er die Mannschaft aus der vergangenen Saison. "Deswegen war meine Ansage von Anfang an, dass ich so etwas nicht dulden werde. Ich bin von der Kameradschaft der Spieler total überzeugt und kann nur positives sagen" – trotz der drei Platzverweise.

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