Der SV Dorsten-Hardt will wieder angreifen

hzFussball

Der SV Dorsten-Hardt hat eine schwierige Saison hinter sich - und einen Führungswechsel. Wir sprachen mit dem neuen Vorsitzenden Michael Richter und seinem „Vize“ Klaus Harding.

von Armin Dille

Hardt

, 14.06.2019, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Michael Richter, Klaus Harding, von Betreuern der 1. Mannschaft zu Betreuern des Gesamtvereins – ein großer Schritt?

Richter: Klaus war ja bereits als 3. Vorsitzender und ich als Obmann Alte Herren im Gesamtvorstand aktiv. Die Aufgaben sind nun auf weitere Schultern verteilt, wir sind breiter aufgestellt mit einem Beirat, in dem vorstandserfahrene „Alteingesessene“ mitwirken.

Harding: Sicherlich ein großer Schritt, wir sind in große Fußstapfen getreten. Aber mehrere Gespräche haben uns überzeugt, den Schritt zum Wohle des Vereins zu machen. Wir beide sind seit 50 Jahren spielberechtigt für den SV Hardt – und wollten dem Verein etwas zurückgeben.

Trainer Martin Stroetzel hat im Interview mit der Dorstener Zeitung scharfe Kritik an Teilen der ersten Mannschaft geübt. Können Sie diese nachvollziehen und findet jetzt ein Umbruch statt?

Richter: Ein Umbruch in der ersten Mannschaft wird stattfinden, und das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Ich stehe voll hinter Martins Kritik, der SV Hardt ist ein Stück Wohlfühloase geworden. Aber das war auch ganz normaler Verschleiß, da es im Kader keine großen Veränderungen gab. Wir haben nach dem Trainerwechsel in der Winterpause – ein erster Schritt – gute Spiele gezeigt, sind dann aber wieder in Selbstzufriedenheit verfallen.

Harding: Es muss wieder mehr Professionalität in den Landesliga-Kader eingebracht werden. Und wir müssen unsere Heimschwäche ablegen.

Jetzt lesen

Wie sieht es im Unterbau der ersten Mannschaft und in der Hardter Jugend aus?

Harding: Die 2. Mannschaft hat in der abgelaufenen Saison positiv überrascht, Trainer Frederik Oelschläger hat gute Arbeit gemacht.

Richter: Die „Zweite“ ist sehr gut aufgestellt. Ebenso wie die Jugendarbeit, der sich ein neuer Vorstand um Jugendleiter Stefan Gramberg annehmen wird. Hier wird Oliver Wieck als Koordinator zwischen der C-, B- und A-Jugend wirken.

Der Klassenerhalt in der Landesliga wurde erst spät gesichert. Welche Ziele hat der SV Hardt für die Zukunft?

Harding: In der nächsten Saison wollen wir möglichst schnell einen gesicherten Platz im Mittelfeld erreichen. Mittelfristig soll es aber eins höher, in die Westfalenliga, gehen. Mit einer attraktiveren Spielweise werden auch wieder mehr Zuschauer kommen.

Richter: Wir haben sechs Jahre gegen den Abstieg aus der Landesliga gespielt, die Selbstsicherheit muss nun wiederkommen – und mehr körperliche Präsenz.

Vorfreude auf das Derby gegen RW Deuten?

Richter: Das ist sensationell. Und muss so auch vernünftig gepusht werden.

Lesen Sie jetzt