Deshalb fliegt der SV Dorsten-Hardt aus dem Kreispokal

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Für den SV Dorsten-Hardt läuft aktuell wirklich fast alles schief. Jetzt ist auch noch der Pokalsieg gegen Gemen weg.

Hardt

, 19.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstagabend feierte der SV Dorsten-Hardt mit dem 4:2-Sieg über Westfalia Gemen im Kreispokal ein echtes Erfolgserlebnis. Drei Tage später kassierte die Elf von Trainer Martin Stroetzel gegen denselben Gegner in der Landesliga eine empfindliche 1:4-Klatsche. Und jetzt ist auch noch der Pokalsieg futsch.

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Bereits am Freitag hatte Pokalspielleiter Andreas Meermann die Hardter informiert, dass für den eingesetzten A-Jugendlichen Tom Schröder keine Spielberechtigung vorgelegen habe. Jürgen Gertz, Beiratsmitglied der Hardter, fiel aus allen Wolken. Am Mittwoch hatte er die vier A-Jugendlichen, die für Einsätze in der ersten Mannschaft vorgesehen waren, zum Platz gebeten, damit sie ihre Seniorenerklärungen unterschrieben. Am Donnerstag hatte Gertz die Unterlagen dann persönlich zur Passstelle des Verbandes nach Duisburg-Wedau gebracht. Am Freitag ergab eine interne Überprüfung der Hardter Verantwortlichen aber schnell, dass Andreas Meermann recht hatte.

Wechsel vom SV Hardt nach Gahlen und zurück

Das Problem bei Tom Schröder: Er war gar nicht für den SV Dorsten-Hardt, sondern für den TuS Gahlen gemeldet. In seinem ersten B-Jugend-Jahr hatte sich Schröder dem TuS angeschlossen und hatte für die Jugendspielgemeinschaft Gahlen/Hardt gespielt. Am 15. Juni dieses Jahres meldete er sich in Gahlen wieder ab, um sich wieder dem SV Hardt anzuschließen. Doch der Hardter Jugendvorstand versäumte es, Schröder wieder für seinen Verein anzumelden. Als Jürgen Gertz ihn zum Senioren erklären ließ, geschah dies deshalb quasi für den TuS Gahlen. Schröders Einsatz im Pokalspiel gegen Gemen war deshalb irregulär.

“Klarer Fall“, schließt Jürgen Gertz jeden Hardter Protest aus: „Das müssen wir einfach akzeptieren. Das Versäumnis liegt eindeutig bei uns.“

Nächster Gegner hätte TuS Haltern sein können

Dass das anstehende Pokal-Achtelfinale gegen Teutonia SuS Waltrop den Hardtern angesichts ihrer personellen Probleme ziemlich ungelegen gekommen wäre, sei dabei die eine Sache, erklärte Jürgen Gertz am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. „Aber“, so Gertz, „im Falle eines Sieges hätte der nächste Gegner TuS Haltern geheißen. Das ist natürlich ärgerlich.“

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Grundsätzlich gehe es nach dem Fehlstart in der Liga und dem Pokal-Aus nun darum, Ruhe zu bewahren. „Das hat Trainer Martin Stroetzel den Spielern auch am Sonntag nach dem Spiel in Gemen ganz klar gesagt“, berichtete Gertz, „bis alle Spieler wieder da sind und die Mannschaft so weit ist, werden wir noch einige Wochen brauchen, und Martin übernimmt die Verantwortung dafür, die Truppe bis dahin fit zu machen.“ Mitte September sei der Zeitpunkt, an dem der SV Dorsten-Hardt seine volle Stärke erreichen wolle. Genau dann, wenn das Derby gegen Rot-Weiß Deuten ansteht.

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