Deshalb jubelte Moritz Oberheim auf dem Nürburgring mit Verzögerung

Motorsport

Beim 42. RCM DMV Grenzlandrennen, dem sechsten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, ist endlich auch für den Schermbecker Moritz Oberheim der Knoten geplatzt.

Schermbeck

, 10.09.2019, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Deshalb jubelte Moritz Oberheim auf dem Nürburgring mit Verzögerung

Im Streckenabschnitt „Hatzenbach“ wehrte Moritz Oberheim (l.) beim Langstreckenrennen auf dem Nürburgring den Angriff seines Kontrahenten Yannick Fübrich ab. Auf der „Döttinger Höhe“ kam es dann zum Showdown zwischen den beiden. © Horst Lehr

Als der BMW 240i Racing Cup des Avia Sorg Rennsport Teams am Samstag über die Ziellinie schoss, war der Schermbecker Moritz Oberheim nicht ganz zufrieden. Platz zwei war nicht das, was er sich versprochen hatte: „Das ist ein tolles Ergebnis, aber eigentlich hätten wir heute vom reinen Speed her den Sieg verdient gehabt“, sagte er. Doch kurz darauf durfte sich Oberheim doch noch freuen.

Die Rennleitung belegte die Erstplatzierten Fübrich/ Griessner wegen eines Überholvorgangs unter Doppelgelb mit einer Zeitstrafe von 185 Sekunden − der Sieg für Moritz Oberheim und sein Team.

Exzellenter Regenfahrer

Der junge Schermbecker hatte daran einmal mehr den Löwenanteil. Beim herbstlichen und dadurch noch unberechenbarer gewordenen Eifelwetter erwies sich Oberheim erneut als erstklassiger Regenfahrer. Beim nassen Zeittraining am Samstagmorgen fuhr er seinen BMW erst ganz am Ende der Session mit 10:28.562 Minuten auf die Poleposition in der Klasse. Zurück in der Box begrüßte ihn Teamchef Benjamin Sorg: „Das hast du richtig gut gemacht.“

Shwdown auf der „Döttinger Höhe“

Im Rennen verteidigte Oberheim die Führungsposition als erster Fahrer seines Teams zunächst, sah sich aber hartnäckigen Angriffen seines Verfolger Yannick Fübrich gegenüber. Auf der „Döttinger Höhe“, dem schnellsten Teil der Strecke, kam es zum direkten Infight der beiden Kontrahenten. Fübrich war in einem beinharten Rad-an-Rad-Duell schon vorbei gezogen, doch Oberheim gab nicht auf und entschied sich an der kleinen Bodenerhebung des Streckenbelags zum Gegenangriff. Dafür positionierte er sich im genau passenden Winkel, um mit einem Hauch Windschatten und einem entschlossenen Manöver wieder vorbeizuziehen und sich die Führung zurück zu holen.

Früher Boxenstop

Danach entschied sich Oberheim zu einem etwas früheren Boxenstop, denn er merkte, dass die Regenreifen allmählich am Limit waren. Er übergab das Cockpit an seinen Teamkollegen Sindre Setsaas, der sich ebenfalls mit schnellen Runden in Szene setzte. Er konnte zunächst noch die Führung verteidigen, brachte das Auto am Ende aber auf Platz zwei liegend zurück in die Box. Im Schlusstörn hielt Inge Hansesaetre diesen Rang, der am Ende doch noch zum Happy End reichen sollte. Das war umso wichtiger, als das Avia Sorg Rennsport Team damit noch aus eigener Kraft die Klasse gewinnen kann.

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