Ein Deutener Trio trifft sich im Sommer bei Viktoria Heiden

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Das Coronavirus betrifft auch die Planungen des ehemaligen Deutener Trainers und Spielers Michael Hellekamp. Bei seiner neuen Station kann er sich auf zwei alte Bekannte freuen.

Deuten

, 06.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Michael Hellekamp, langjähriger Trainer und Spieler bei RW Deuten, wechselt nach der Saison vom SV Lippramsdorf zu Viktoria Heiden. Die Coronavirus-Krise betrifft ihn nicht nur bei seinem Abschied, sondern auch bei den Planungen für die kommende Saison. Denn es ist unklar, in welcher Liga er seinen derzeitigen Verein verlässt und in welcher Liga er seinen neuen Klub vorfindet.

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So hat sich Michael Hellekamp seinen Abschied aus Lippramsdorf nicht vorgestellt. Ob die Saison noch einmal fortgesetzt, ist mehr als fraglich. Das sieht auch der Trainer selbst so: „Zu der ganzen Coronavirus-Thematik habe ich eine klare Meinung“, sagt Hellekamp. „Der Verband sollte sich nun klar positionieren – und da kann es nur heißen, die Saison zu beenden.“ Der Trainer, der mit seinem derzeitigen Verein SV Lippramsdorf im Abstiegskampf der Bezirksliga steckt, fordert, dass die Saison annulliert wird.

Mit dem SV Lippramsdorf dürfte er je nach Entscheidung des Verbandes keine Probleme haben. Mit dem LSV steht er sowohl in der Hinrundentabelle als auch jetzt über dem Strich. Sein neuer Verein, Viktoria Heiden, ist zwar derzeit ebenfalls nicht auf einem Abstiegsplatz, nach der Hinrunde war es das Team aber schon. Sollte nun also die Hinrundentabelle gewertet werden, müsste Hellekamp mit seiner neuen Mannschaft in der Bezirksliga antreten.

Gedanken darüber macht er sich aber nicht. „Wie am Ende entschieden wird, interessiert mit insofern nicht, als man es eh nicht ändern könnte.“ Vielmehr sagt er auch: „Wir spielen in der viertuntersten Klasse. Die ganze Welt steckt in einer wirtschaftlichen und sozialen Krise, wie sie es seit Jahrzehnten nicht gegeben hat und wir machen uns Gedanken über Auf- und Abstiege.“ Der 45-Jährige fordert, „die kleinen Probleme hintenanzustellen und die Saison deshalb nicht zu werten“.

Lukas Nolte, RW Deuten

Lukas Nolte (l.) setzte bei den Rot-Weißen die Akzente im offensiven Mittelfeld. © Joachim Lücke

Unabhängig von der Entscheidung des Verbandes hat Hellekamp die Personalplanungen für die kommende Saison bereits abgeschlossen. Zwei seiner ehemaligen Spieler aus Deuten folgen dem Trainer nach Heiden. Mit Lukas Nolte und Nico Mueller wechseln zwei Spieler aus Deuten, die ein Jahrzehnt für die Rot-Weißen aufliefen und auch schon unter Hellekamp in der Bezirksliga die Schuhe schnürten.

„Auf den Positionen von Lukas und Nico hatten wir Bedarf“, so Hellekamp. Dazu kommt, dass er sie sportlich und menschlich in seiner Zeit in Deuten schätzen gelernt habe. „Es freut mich, dass sie sich am Ende trotz anderer Angebote für Heiden entschieden haben.“

Nico Mueller, RW Deuten

Nico Mueller spielte am Deutener Bahndamm jahrelang einen verlässlichen Part in der Defensive. © Joachim Lücke

Traurig dagegen ist der 45-Jährige ein bisschen über seinen Abschied beim LSV. Sollte die Saison abgebrochen werden, wovon der Trainer ausgeht, liegt sein letztes Spiel mit den Lippramsdorfern bereits hinter ihm. „Den Abschied werden wir aber ganz sicher nachholen“, so der Trainer. „Durch die Hintertür“ wolle er sich jedenfalls nicht verabschieden.

In Lippramsdorf hatte ich eine tolle Zeit. Dort habe ich mit vielen charakterlich tollen Personen zusammengearbeitet“, erinnert sich der Trainer. „Das ist eine außergewöhnliche Situation und wenn ich darüber nachdenke, kommt ein bisschen Wehmut auf.“

Darüber groß nachzudenken, mache nun aber wenig Sinn. Der Trainer sieht viel mehr Sinn darin, sich ganz auf die neue Saison zu konzentrieren. „Wenn wir jetzt alles beenden, dann können wir damit abschließen und am 1. Juli geht’s dann hoffentlich wirklich weiter.“

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