Hoffnungsschimmer für den BSV Wulfen?

Basketball

Vier Spiele, vier Niederlagen. Für die BSV Münsterland Baskets Wulfen läuft es in dieser Saison noch überhaupt nicht. Trotzdem gab es beim Spiel in Deutz auch einen echten Hoffnungsschimmer.

Wulfen

, 18.10.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
BSV Wulfen, Bryant Allen

Bryant Allen hat in Deutz zu der Leistung gefunden, die er in den vergangenen zwei Jahren zeigte. © Joachim Lücke

1. Regionalliga West

Deutzer TV - BSV Wulfen

74:69 (41:35)

Die selbsternannten Kellerkinder des Deutzer TV erwiesen sich für die BSV Münsterland Baskets Wulfen am vierten Spieltag der 1. Regionalliga als zu stark. Vor allem der Auftritt von US-Aufbauspieler Bryant Allen gibt den Wulfener aber Hoffnung für die kommenden Spiele.

Drei Spiele lang fragten sich Beobachter der Wulfener Spiele, ob BSV-Aufbauspieler Bryant Allen seine Corona-Infektion und die verpasste Saisonvorbereitung wirklich werde wegstecken können. Jetzt scheint BA (sprich: Bie Ej) mit Verzögerung dann doch wieder da zu sein: 38 Punkte markierte der 30-Jährige am Samstag in Deutz, darunter acht Dreier bei elf Versuchen. Dazu kamen vier Assists, sechs Rebounds und vier Ballgewinne. Kurz: genau das, was BSV-Verantwortliche und Fans von dem Amerikaner erwarten – und die vergangenen zwei Jahre gewohnt waren.

Jetzt lesen

„Ich musste meinen Rhythmus finden“, meinte Allen am Sonntag darauf angesprochen. „Ich habe ja die gesamte Vorbereitung verpasst. Das spürst du schon in den Beinen. Ich musste meinen Rhythmus erst wieder finden.“ Dafür habe er Extraschichten im Training eingeschoben. „Aber es braucht natürlich Zeit.“ Dass sich die Arbeit nun in Deutz ausgezahlt habe, sei ein gutes Gefühl.

Zufrieden mit dem Spielausgang war Allen aber natürlich nicht. So gut er selbst auch spielte, der BSV schleppte von Beginn an ein schweres Handicap mit sich herum. Denn neben Michael Haucke und Erik Neusel fiel auch Aufbauspieler Alexander Winck wegen einer Knöchelverletzung aus. Bryant Allen schien die zusätzliche Verantwortung im Spielaufbau zu beflügeln, und auch auf den jungen Matej Silic konnte sich Trainer Gary Johnson bei seiner Rotation wieder verlassen. Trotzdem fehlten dem BSV natürlich wichtige Optionen, um die eingespielten Deutzer zu bezwingen.

Jetzt lesen

„Deutz ist eine sehr disziplinierte Mannschaft, die sich auf die fundamentalen Dinge konzentriert ihre Systeme sauber durchspielt“, beschrieb Bryant Allen die Stärken der Gäste. Der entscheidende Vorteil dieser Spielweise zeichnete sich in der Trefferquote aus dem Zwei-Punkte-Bereich ab: Neuss versenkte mit 14 seiner 23 Versuche knapp 61 Prozent seiner Würfe. Wulfen blieb mit 9 von 24 und 37,5 Prozent deutlich dahinter.

Für die Restsaison erinnert Bryant Allen seine Mitspieler nun an alte Stärken: „Wir haben in Deutz gekämpft, aber wir müssen mehr tun. Genug ist für uns nicht genug. Mit vier Niederlagen aus vier Spielen stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Wir müssen 40 Minuten unsere Leistung bringen, nicht 35 und nicht 39.“

Allen selbst hat in dieser Hinsicht am Samstag ein Beispiel gegeben. Jetzt müsste der BSV nur noch wieder komplett antreten können.

BSV: Silic (5/1), Klatt, Allen (38/8), Ajagbe (3), Steffens, Kleinert (5/1), Peters (8), van Buer (10), Wessel.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt