"Die machen einen super geilen Job": Riesenlob von RW Deutens Trainer Frank Frye

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Seit Anfang des Jahres pflegt RW Deuten seinen Rasenplatz in Eigenregie. Noch nie sei der Platz so gut gewesen, seit er in Deuten Trainer ist, sagt Deutens Trainer Frank Frye.

von Niklas Berkel

Deuten

, 20.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Fußballverein RW Deuten hat aus der Not eine Tugend gemacht. Die Verantwortlichen wollten unbedingt einen Kunstrasen bauen anstatt der ungeliebten Asche. Doch was machen? Die finanziellen Möglichkeiten waren begrenzt. Es mussten also kreative Ideen gefunden werden, um den Bau zu finanzieren. Das Modell, das es schließlich wurde, könnte für viele Vereine Vorbildcharakter besitzen. RW Deuten übernimmt die Rasenplatzpflege aus städtischer Hand für 15 Jahre. Das Geld, das die Stadt darin hätte investieren müssen, floss dafür direkt in den Bau des Kunstrasenplatzes. Wie nach den 15 Jahren mit dem Rasenplatz verfahren wird, ist derzeit noch unklar. Spielen dann nur noch wenige Mannschaften am Deutener Bahndamm, ist es möglich, dass der Platz geschlossen wird, sollte er kaputt sein.

"Seitdem ich in Deuten Trainer bin, sah der Platz noch nie so gut aus wie in den letzten Wochen." Deutens Trainer Frank Frye ist zufrieden mit dem Platz

Doch von einem kaputten Platz kann derzeit nicht die Rede sein. Die beiden Platzwarte am Bahndamm, Jürgen und Hendrik Brüggemann, haben zwar alle Hand voll zu tun. Doch der Rasenplatz erstrahlt so grün wie schon lange nicht mehr. "Wir sind mehr als zufrieden mit dem Platz", sagt Deutens Trainer Frank Frye. "Seitdem ich in Deuten Trainer bin, sah der Platz noch nie so gut aus wie in den letzten Wochen", lobt er seine Greenkeeper.

Doch wie läuft die Rasenplatzpflege eigentlich? Welche Aufgaben kommen auf Vereine zu, die an so ein Modell denken?

"Der Platz muss gemäht, gedüngt, vertikutiert werden", sagt Jürgen Brüggemann, "also all das, wie ein Rasen gepflegt werden muss." Eine Aufgabe, die Zeit frisst. "Alleine würden wir das zu zweit nicht schaffen", sagt er. Deshalb haben sich Jürgen Brüggemann und sein Sohn Hendrik Hilfe geholt. Vier Rentner aus dem Verein unterstützen die zwei Greenkeeper. Norbert Späker, Karl-Heinz Brüggemann sowie Franz-Jupp und Georg Alfes. "Wir brauchen sie, weil Hendrik und ich nur abends Zeit haben, um den Platz zu mähen. Da trainieren die Teams aber." Also helfen die vier "Co-Greenkeeper" kräftig mit, den Platz unter der Woche in Schuss zu halten.

Ein eigener Dünger für Deuten

"Ich muss meinem Sohn Hendrik ein großes Kompliment machen", sagt Jürgen Brüggemann. "Er teilt das alles ein und sorgt dafür, dass der Platz jederzeit gut gepflegt ist." Das Know-How, wie ein Rasen gepflegt werden muss, eigneten sich die sechs in mehreren Lehrgängen in Kaiserau an. Sogar eine Bodenprobe gab Jürgen Brüggemann bei der Genossenschaft ab. "Die haben dann den Boden analysiert und einen Dünger extra für unseren Platz hergestellt", sagt er.

"Die machen einen super geilen Job": Riesenlob von RW Deutens Trainer Frank Frye

RW Deutens Platzwart Hendrik Brüggemann (l.) spielt auch noch selber in der zweiten Mannschaft. © Joachim Lücke

Er und sein Sohn sind nach der Arbeit regelmäßig am Platz. Und am Wochenende sowieso. "Dann kümmern wir uns um den Feinschliff für den Rasenplatz, die Pflege des Kunstrasenplatzes und die Außenbereiche der Anlage", sagt Brüggemann. Sie tun alles dafür, damit die Spieler in Deuten auf einem grünen Teppich spielen können – und sie selber auch: Jürgen spielt bei der Walking-Football-Mannschaft der Rot-Weißen, Hendrik in der Reserve. Deutens Trainer Frank Frye derweil hat noch ein großes Lob übrig: "Unsere Greenkeeper machen einen super geilen Job!"

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