Diese Ziele setzt sich der SV Schermbeck im zweiten Oberliga-Jahr

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Der SV Schermbeck geht mit einem breiten Kader in die zweite Oberliga-Saison. Der Trainer will aber keine Begehrlichkeiten auf einen Spitzenplatz wecken und dämpft jede Euphorie.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 07.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Der hervorragende sechste Platz des SV Schermbeck in der ersten Oberliga-Saison hat die Konkurrenz aufhorchen lassen. Trainer Thomas Falkowski lässt es aber tunlichst bleiben, ein noch besseres Abschneiden im zweiten Jahr als Ziel auszugeben.

„Dazu bin ich zu sehr Realist. Die Voraussetzungen sind nun nicht anders als im letzten Jahr, daher haben wir auch die gleichen Ziel,“ stellte der Coach beim Trainingsauftakt am Sonntagmorgen klar. Das bedeutet, dass seine Mannschaft so schnell wie möglich die 40 Punkte holen soll, die für einen Klassenerhalt notwendig sind. Anschließend könne man seine Ziele neu definieren.

“Sind nun viel breiter aufgestellt“

Die Schermbecker haben aber alles dafür getan, um weiter eine gute Rolle in der Oberliga zu spielen. Mit einem Kader von 23 Spielern ist der SVS sehr gut aufgestellt. Falkowski ist sehr zufrieden: „Wir sind nun viel breiter aufgestellt. Der breitere Kader steigert auch den Konkurrenzkampf in der Mannschaft.“ Eine Stammplatzgarantie wird es also beim SVS nicht geben.

Beim ersten Training haben sich vier Neuzugänge vorgestellt. Dominik Hannemann vom Holzwickeder SC und Dominik Göbel vom FC Bocholt haben schon in der letzten Saison in der Oberliga gespielt und dort ihre Offensivqualitäten unter Beweis gestellt. Bilal Can Özkara und Lukas Steinrötter haben beim MSV-Duisburg in der A-Junioren-Bundesliga gespielt. Zudem gehören nun Miles Grumann und Mel Gerner zum Kader, die aus der eigenen A-Jugend kommen.

Falkowski shet Potenzial bei den Jungen

Thomas Falkowski sieht bei den jungen Spielern sehr viel Potenzial: „Sie haben aber alle Zeit der Welt, um sich in die Mannschaft zu spielen.“ Zudem sieht er auch bei Hannemann und Göbel noch Entwicklungsmöglichkeiten. Es kann sein, dass es im Offensivbereich noch einen weiteren Neuzugang gibt. Der Sportliche Leiter Cem Kara bekommt täglich neue Angebote: „Ein neuer Spieler muss zu uns passen. Wir haben aber noch bis Ende August Zeit, um fündig zu werden.“

Einen Königstransfer mit einem absoluten Top-Torjäger wird es aber nicht geben, denn dafür sind die finanziellen Mittel nicht ausreichend genug. Daher hebt Thomas Falkowski ein wichtiges Element hervor: „Der Teamgeist muss weiter stimmen. Jeder Spieler muss wissen, dass er dazu gehört, auch wenn er vielleicht zum Saisonstart nicht zum Aufgebot gehört. Die Erfahrung hat gezeigt, dass jeder Spieler irgendwann einmal wichtig ist.“

Kein Favorit wie im vergangenen Jahr Schalke

Die Saison wird lang genug, zumal der SV Schermbeck neben der Meisterschaft auch noch im Westfalen- und Kreispokal antritt. Einen klaren Meisterschaftsfavoriten wie im letzten Jahr den FC Schalke sieht Falkowski nicht: „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Die Aufsteiger sind nicht zu verachten. Preußen Münster II ist fußballerisch stark. Meinerzhagen verfügt über ein großes Budget und ist kein normaler Aufsteiger.

Die Schermbecker Vorbereitung beginnt am Donnerstag in Essen-Schonnebeck. Falkowski sagt: „Wir haben ein anspruchsvolles Testprogramm, in dem jeder seine Chance bekommen wird.

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