Dorsten hat einen Ruder-Weltmeister

hzChristopher Reinhardt

Christopher Reinhardt gewann bei der Ruder-WM im Deutschland-Achter Gold. Damit hat er sich für Olympia qualifiziert. Auch die anderen Boote mit Dorstener Beteiligung können mit Tokio planen.

von Andreas Leistner, Niklas Berkel

Dorsten

, 01.09.2019, 19:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten hat einen Weltmeister! Der Deutschland-Achter setzte sich im Finale der Ruder-WM in Österrreich am Sonntag knapp vor den Niederlanden und Olympiasieger Großbritannien durch. Im Paradebot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) sitzt mit Christopher Reinhardt auch ein Dorstener, der das Rudern beim heimischen RV Dorsten erlernte.

Durch den Erfolg sicherte sich das deutsche Flaggschiff zudem die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

„Das kostete einige Nerven beim Zuschauen

„Es war sehr, sehr eng, das haben wir erwartet. Allerdings hatte ich eher mit den Briten gerechnet“, sagte Bundestrainer Uwe Bender. „Hintenraus wurde es spannend, das kostet schon einige Nerven beim Zuschauen. Der Druck war da, den machen wir uns aber selber. Wir wollen immer gewinnen. Unser ganz großes Ziel bleibt aber das nächste Jahr.“

Am Samstag hatten Jason Osborne und Jonathan Rommelmann im deutschen Leichtgewichts-Doppelzweier ihren Goldtraum begraben müssen. Nach schnellen ersten 500 Metern führten die Deutschen noch knapp vor Italien. Doch dann flogen die schlecht gestarteten Iren Fintan McCarthy und Paul O`Donovan vorbei und sicherten sich unwiderstehlich Gold vor den Italienern und Osborne/Rommelmann.

Zufrieden auch mit der Bronzemedaille

„Trotz unserer anderen Erfolge in diesem Jahr sind wir auch mit Bronze sehr glücklich“, sagte Jason Osborne nach dem Rennen. Als Weltcupsieger waren er und Jonathan Rommelmann ungeschlagen in die WM gegangen. Wie schon beim Weltcup in Rotterdam machte ihnen im Finale aber der Gegenwind mehr zu schaffen als den Iren.

Alle Dorstener bei Olympia

Nicht in die Vergabe der Medaillen eingreifen konnte am Samstagnachmittag der deutsche Doppelvierer mit Timo Piontek. Einsam und allein zogen in diesem Rennen die Niederländer an der Spitze ihre Kreise, Italiener und Polen kämpften dahinter um Silber und Bronze mit dem besseren Ende für die Polen.

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Australien als Vierter und Deutschland als Fünfter fielen schon früh deutlich zurück und kämpften bis zum Ende vergeblich um Anschluss.

Den Startplatz für Olympia 2020 in Tokio haben aber alle drei Boote mit Dorstener Beteiligung sicher. Und dort werden die Karten dann nächstes Jahr neu gemischt. Da wollen alle Dorstener dann neu angreifen und Olympia genießen.

mit Material von dpa

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