Dorstens Hallensportler können im Sommer durchtrainieren

hzCorona in Dorsten

In den Sommerferien sind die Dorstener Sporthallen eigentlich überwiegend geschlossen. Eigentlich. Denn im Corona-Jahr 2020 ist vieles anders.

Dorsten

, 02.06.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorstens Hallensportler können in diesem Jahr bei Bedarf in den Sommerferien durchgehend trainieren. Das teilte die Stadt Dorsten am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion mit. Ein entsprechender Antrag auf Öffnung der Sporthallen in den Ferien, den die SPD in der nächsten Ratssitzung stellen will, wäre damit quasi gegenstandslos.

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Die Stadtverwaltung Dorsten habe sich bereits Anfang April Gedanken darüber gemacht, ob und unter welchen Bedingungen die Sporthallen in den Sommerferien geöffnet werden können, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. „Natürlich unter dem Vorbehalt, dass Hallensport dann wieder möglich sein wird.“ Durch Anfragen und Hinweise von Vereinen sei sehr schnell klar, dass es nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen auch im Vereinssport einen deutlichen „Nachholbedarf“ gäbe.

Deshalb sei vor vier Wochen folgende Vorgehensweise festgelegt worden: Die Stadt wird jetzt die Vereine anschreiben und über das weitere Vorgehen informieren. Die Vereine sollen danach bis zum 15. Juni verbindlich anmelden, welche Hallenzeiten sie in den Ferien in Anspruch nehmen möchten. Die Stadt und auch die Reinigungsdienstleister benötigen Planungssicherheit. Für die gemeldeten Zeiten werden die üblichen Nutzungsgebühren berechnet, um zumindest einen Teil des erhöhten Aufwandes decken zu können.

Fest stehe, dass die Mehrheit der Hallen in den Ferien öffnen könne, weil dort keine Baumaßnahmen stattfänden oder diese verschoben werden könnten.

Die Sporthalle der Grünen Schule steht aufgrund der laufenden Sanierungsarbeiten nicht zur Verfügung. In der Juliushalle wird ein neuer Heizkessel eingebaut. Inwieweit dies zu Einschränkungen führt, muss noch geklärt werden. In den ersten vier Ferienwochen werden in vielen Hallen durch eine Fachfirma kleinere Reparaturen an den Sportgeräten durchgeführt. Hierzu gibt es keinen Terminplan, sondern das beauftragte Unternehmen arbeitet das Auftragsvolumen insgesamt ab. Dadurch kann es ebenfalls zu Einschränkungen bei der Hallennutzung kommen.

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Abhängig von den Bedarfsmeldungen will die Stadt in enger Kooperation mit den Sportvereinen danach entscheiden, welche Hallen und Hallenzeiten zur Verfügung gestellt werden können. Dies wird auch weiterhin nicht ohne jede Einschränkung und nur mit Auflagen möglich sein:

- Sofern die Hallen von der Ferienbetreuung in den Offenen Ganztags-Grundschulen genutzt werden, hat dieses Betreuungsangebot für Kinder – im Regelfall bis 16 Uhr – Vorrang. Derzeit läuft bei den Trägern allerdings noch die Planung, welche OGS-Standorte wann und zu welchen Bedingungen Ferienbetreuung anbieten.

- Die Öffnung der Hallen setzt auch ein gewisses Maß an Auslastung voraus. Die Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz – etwa eine tägliche Grundreinigung durch die Stadt – sind zu aufwendig, um eine Halle nur für eine Gruppe zu öffnen. Eventuell können interessierten Gruppen dann Zeiten in anderen Hallen angeboten werden.

- Das bekannte Merkblatt für die Sportvereine zu notwendigen Hygienemaßnahmen nach den Trainings gilt weiterhin.

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Bürgermeister Tobias Stockhoff: „Die Stadt Dorsten hat gemeinsam mit den Vereinen bereits an vielen Stellen den Sport wieder ermöglicht. Das kooperative Zusammenwirken stellt zugleich ein Höchstmaß an Infektionsschutz sicher. Diese gute Zusammenarbeit mit den Vereinen werden wir auch bei der Hallennutzung in den Ferien fortsetzen. Nachdem der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden konnte, haben wir in den letzten Tagen schon an vielen Stellen gesehen, wie verantwortungsbewusst die Mitglieder und Vorstände mit dieser besonderen Situation umgehen.“

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