Dorstener greifen bei der EM nach Edelmetall

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Sie reisten mit dem Bus und mit der Bahn an. Doch das Ziel ist für Christopher Reinhardt und Timo Piontek dasselbe: die Europameisterschaft in Luzern.

Dorsten

, 30.05.2019, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Christopher Reinhardt begann die Reise zur EM in der Schweiz am Mittwoch um 6.30 Uhr in Dortmund. Zusammen mit seinen Bootskollegen aus dem Deutschland-Achter fuhr er im Bus Richtung Süden. „Das ist am einfachsten“, erklärte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Rechne man den Transfer vom Flughafen Zürich nach Luzern ein, sei Fliegen auch nicht schneller. „Und außerdem“, so der 21-jährige Dorstener, „haben wir mit dem Bus dann vor Ort eine bequeme Transportmöglichkeit.“

Reinhardt und Co. sind mit dem Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes auf Goldmission. Der Deutschland-Achter reist als Europameister an und will es natürlich auch bleiben. Christopher Reinhardt ist optimistisch, dass das auch gelingt: „Wir sind mittlerweile alle fit. Das war ja in den vergangenen Wochen nicht immer der Fall. Die letzten Trainingseinheiten waren aber sehr gut.“

“Die Italiener können auch ein bisschen rudern“

Die Hauptkonkurrenten? „Die Niederländer sind schon seit Februar zusammen und haben so natürlich einen Trainingsvorsprung“, sagt Reinhardt. Ansonsten lauerten die üblichen Verdächtigen: Briten, Rumänen, „und die Italiener“, meint der Dorstener, „können auch ein bisschen rudern“.

Noch ein Stückchen länger ist die Liste der aussichtsreichen Kandidaten, wenn man den zweiten Dorstener EM-Teilnehmer fragt. Timo Piontek will im deutschen Doppelvierer um eine Medaille mitrudern. Auch er erzählt von guten Trainingseidrücken. Doch Italien, Litauen, Ukraine oder Großbritannien wollen natürlich erst einmal geschlagen werden.

Osborne startet im Leichtgewichts-Doppelzweier

Last but not least geht im Leichtgewichts-Doppelzweier auch Jason Osborne bei der EM an den Start. Zusammen mit Jonathan Rommelmann vom Crefelder RC sollte der für Mainz rudernde Wulfener in seiner Bootsklasse eigentlich eine Medaillenbank sein.

Die ersten Rennen stehen für die drei heimischen Ruderer am Freitag an. Ob der Deutschland-Achter dann zu einem Vorlauf oder nur zu einem Bahnverteilungsrennen antreten muss, hängt von den Russen ab, deren Start im Achter noch in der Schwebe ist. Christopher Reinhardt wäre ein „echter“ Vorlauf lieber: „Beim Bahnverteilungsrennen kann man fast nur verlieren.“ Und das will er bei der EM nicht.

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