Dorstens Ruderer bleiben auch bei der EM in Luzern Medaillen-Garanten

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Dorstener Ruderer bleiben auch international ein Garant für Edelmetall. Bei den Europameisterschaften in Luzern gab‘s am Sonntag gleich zweimal Gold.

Dorsten

, 02.06.2019, 15:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit besonderer Spannung war natürlich das Abschneiden des neuformierten Deutschland-Achters erwartet worden, in dem der Dorstener Christopher Reinhardt einer von zwei Neulingen war. Ziel war bei der EM natürlich die Titelverteidigung, doch auf dem Weg dorthin hatte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes hartnäckigen Widerstand zu brechen.

Christopher Reinhardt hatte im Vorfeld der Titelkämpfe vor allem die Niederländer als Hauptkonkurrenten ausgemacht, weil sie ihre Achtercrew schon sehr im Jahr beisammen und damit gute zwei Monate Trainingsvorsprung hatten. Im Finale am Sonntagnachmittag erwiesen sich dann aber die Briten als größter Herausforderer der Deutschen.

Zwischenspurt nach der 1000-Meter-Marke

1000 Meter lang lag das Boot aus Großbritannien hauchdünn vorne, und die Kommentatoren des Livevideos auf der Internetseite der EM fragten sich in Anspielung auf die deutsche Dominanz der vergangenen Jahre schon: „Is the German magic gone? − Ist die deutsche Magie verflogen?“ Zum Glück war sie es nicht.

Angetrieben von Steuermann Martin Sauer legten Christopher Reinhardt und Co. im dritten Viertel des Rennens einen Zwischenspurt ein, der ihnen bis zur 1500-m-Marke die Führung und 0,6 Sekunden Vorsprung brachte. Noch gaben sich die Briten aber nicht geschlagen, und die Deutschen mussten auch auf den letzten 500 Metern alles geben, um die Konkurrenz in Schach zu halten, und auch im Ziel hatten sie mit 5:25.680 min keine Sekunde Vorsprung auf die Briten (5:26.550 min). die die Niederländer (2:27.970 min) auf Platz drei verwiesen.

Ein Titel mit Ansage

Der erste Dorstener EM-Titel des Finaltages war im Grunde einer mit Ansage. Jason Osborne und Partner Jonathan Rommelmann vom Crefelder RC fuhren im Leichtgewichts-Doppelzweier mit über einer Sekunde Vorsprung auf Italien über die Ziellinie und zur Goldmedaille. Die beiden Deutschen hatten schon bei der 500-m-Marke geführt, die Italiener versuchten als härteste Konkurrenten alles und ließen sich auch zu keiner Zeit abschütteln. 500 Meter vor dem Ziel hatten sie den Rückstand auf zwei Zehntelsekunden verringert, doch Osborne/Rommelmann wehrten den Angriff ab und wurden verdient Europameister.

Jason Osborne äußerte sich anschließend zufrieden: „Das war hier unsere erste gemeinsame Regatta, deshalb wussten wir nicht genau, was passieren würde. Aber es hat von Beginn an gut funktioniert. Heute wussten wir, dass die Italiener schnelle 1000 Meter haben würden. Deshalb hatten wir einen großartigen Rennplan und wussten, wie wir sie in Schach halten konnten. Dieser Sieg wird uns viel Selbstvertrauen geben.“

Piontek im Doppelvierer Vierter

Knapp an Edelmetall vorbei rutschte kurz darauf Timo Piontek. Im deutschen Doppelvierer belegte der für Koblenz startende Dorstener Platz vier hinter den Niederlanden, Italien und Großbritannien. Von Platz fünf nach 500 Metern arbeitete sich das deutsche Boot zwar auf Rang vier heran und kam den Briten im Schlussspurt auch näher. Am Ende trennten Piontek und Co. Aber noch gut 1,2 Sekunden von Bronze.

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