Für den SV Schermbeck kams Knüppeldick

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Der SV Schermbeck hat bei Oberliga-Tabellenführer FC Gütersloh am Sonntag nicht nur das Spiel verloren.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 04.10.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga Westfalen

FC Gütersloh - SV Schermbeck

2:0 (1:0)

Beim Spitzenreiter hatten die Schermbecker vor rund 600 Zuschauern in der ersten Halbzeit lange Zeit große Probleme. Die Gütersloher agierten mit langen Diagonalbällen, mit denen die Schermbecker Abwehr überhaupt nicht zurecht kam. Trainer Sleiman Salha änderte daraufhin die Taktik: „Wir haben das Zonenpressing höher angesetzt und kamen nach einer guten halben Stunde auch besser ins Spiel.“

Das Tor schossen aber die Ostwestfalen, und wieder fiel ein Gegentreffer nach einer Ecke. Lars Beuckhoff stand am zweiten Pfosten frei und brachte sein Team in der 32. Minute in Front. Salha ärgerte sich: „Wir haben genau den gleichen Fehler gemacht wie in Rhynern, und wieder sind wir bestraft worden.“

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Doch endlich kamen die Schermbecker nun auch einmal vor das Gütersloher Tor. So tankte sich Dominik Hanemann in der 40. Minute über rechts in den Gütersloher Strafraum, scheiterte aber am Torwart. Salha ärgerte sich: „Das hätte das 1:1 sein müssen.“

Gllogjani überzeugt erneut

Nach dem Seitenwechsel hatten die Schermbecker deutlich mehr Ballbesitz, vor allen Dingen Bernad Gllogjani macht als Ballverteiler eine sehr gute Partie. In den Strafraum des Gegners schafften es die Gäste aber nur äußerst selten. Lediglich Maik Habitz kam einmal frei zum Kopfball, brachte aber keinen Druck hinter die Kugel, sodass Keeper Jamo Peters keine Probleme hatte, den Ball zu entschärfen.

In der 68. Minute kam ein langer Ball in den Sechzehnmeterraum des SVS. Maik Habitz traf im Kopfballduell einen Gegenspieler. Dieser fiel nicht einmal, doch Schiedsrichter Moritz Petereit zeigte auf den Punkt und Maik Habitz die Gelb-rote Karte. Dimitrios Nemtsis legte sich den Ball zurecht und ließ sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen.

Bruch im Schermbecker Spiel

Nun kam es zu einem Bruch im Schermbecker Spiel. Der Vorwärtsdrang war nun erloschen. So richtig gefährlich kamen die Gütersloher mit eigenen Aktionen aber auch nicht vor das SVS-Gehäuse. Dafür brauchten sie schon die Unterstützung der Schermbecker. Ahmet Aris spielte in der 87. Minute einen Fehlpass. Der Ball kam vors Schermbecker Tor, und im Getümmel traf Kevin Mule-Ewald einen Gegenspieler. Erneut gab es einen Strafstoß und eine Ampelkarte gegen den SVS-Verteidiger. Diesmal hielt SVS-Schlussmann Cedric Drobe aber den Elfmeter von Nemtsis.

Als sei alles noch nicht schlimm genug, traf kurz darauf der eingewechselte Marek Klimczok im Mittelfeld einen Gütersloher mit dem gestreckten Bein. Eine unglückliche Aktion, aber dennoch war die Rote Karte gegen den Routinier die logische Folge.

SVS: Drobe, Mule-Ewald, Jordan, Niehoff (65. Aris), Zugcic, Hanemann (80. Niewerth), Özkara (72. Klimczok), Steinrötter, Habitz, Gllogjani, Smykacz (89. Miles Grumann).

Tore: 1:0 Beuckmann (32.), 2:0 Nemtsis (Foulelfmeter, 68.).

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot gegen Habitz (66.), Gelb-Rot gegen Mule-Ewald (87.), Rot gegen Klimczok (88.).

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