Das sind die lokalen Gewinner und Verlierer der Saison

hzFußball

Die Fußball-Saison 2018/2019 ist Geschichte. Sie hat wie all ihre Vorgänger Aufsteiger und Absteiger hervorgebracht, Gewinner und Verlierer, kuriose Geschichten und schillernde Typen.

Dorsten, Schermbeck

, 28.05.2019, 05:55 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Gewinner

SV Schermbeck: Als Aufsteiger hat der SV Schermbeck in der Oberliga Westfalen eine äußerst beachtliche Rolle gespielt. Nachdem dem SVS auch noch die Punkte aus dem Hamm-Spiel gutgeschrieben wurden, hat die Mannschaft von Trainer Falkowski die Saison als Sechster abgeschlossen.

Einer guten Hinrunde mit 20 Punkten folgte zu Beginn dieses Jahres eine beachtliche Siegesserie, die die Abstiegssorgen schon früh schwinden ließ. Einer der Höhepunkte: der Sieg über die U23 des FC Schalke 04, bei dem Raphael Niehoff den 2:1-Siegtreffer erzielte.

Die Qualifikation für den Westfalenpokal ist eine zusätzliche Belohnung für den SV Schermbeck. Der Erfolg der ersten Saison ist aber auch eine Hypothek für die zweite. An ihm wird sich die Falkowski-Elf in der kommenden Spielzeit messen lassen müssen.

Das sind die lokalen Gewinner und Verlierer der Saison

Der SV Rot-Weiß Deuten ist zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte Landesligist. © Andreas Leistner

SV Rot-Weiß Deuten: Zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte ist der SV Rot-Weiß Deuten in die Landesliga aufgestiegen − zum zweiten Mal als Vizemeister. Trotzdem diesmal direkt und ohne den Umweg über die Relegation. Der Rückzug von Meister Eintracht Coesfeld in die Kreisliga A macht es möglich.

Das war sicher die nötige Portion Glück, die zu einem Aufstieg dazu gehört. Die Deutener haben sich dieses Glück aber auch erarbeitet. In der gesamten Spielzeit haben sie nur zwei Spiele verloren, und als sich die Coesfeld-Chance bot, waren sie zur Stelle. Mit einer Mannschaft, die eigentlich den Umbruch vorantreiben und junge Spieler weiterentwickeln sollte. Dieser Prozess soll sich am Bahndamm fortsetzen, und muss es auch, denn so mancher Routinier sagt nach dieser Spielzeit „Servus“.

Das sind die lokalen Gewinner und Verlierer der Saison

Die Damen des SSV Rhade machten am vorletzten Spieltag ihr Meisterstück. © Andreas Leistner

SSV Rhade: Die Damen des SSV Rhade sind zurück in der Westfalenliga, und das ist nicht nur für sie wichtig. Im Zusammenspiel mit dem Klassenerhalt der U17-Juniorinnen des SSV in der Regionalliga lassen sich junge Talente deutlich leichter zum Risthaus-Sportpark locken und damit ein Unterbau für weitere Erfolge schaffen. Quasi ein Kreislauf des Erfolgs.

Das sind die lokalen Gewinner und Verlierer der Saison

Der SV Schermbeck II feierte den Aufstieg in die A-Kreisliga. © Manfred_Rimkus

SV Schermbeck II: Die Bedeutung des Unterbaus für seine Oberliga-Mannschaft hatte auch der SV Schermbeck vor dieser Saison in den Fokus gerückt und sich den Aufstieg der zweiten Mannschaft auf die Fahnen geschrieben. Der gelang dem Team von Trainer Sleiman Salha in souveräner Manier. Jetzt soll die Schermbecker Zweite weiter zu einer U23 umgebaut werden.

Die Verlierer

SV Dorsten-Hardt: Der SV Dorsten-Hardt hat nun schon öfter um den Klassenerhalt bangen müssen. Doch so knapp wie diesmal war es selten. Dabei spricht der Blick auf den Kader Jahr für Jahr eine andere Sprache. Da ist eigentlich jede Menge Substanz vorhanden. Trotzdem haben die Fans an der Storchsbaumstraße in dieser Spielzeit nur selten wirklich Freude an Jens Lensing und Co. gehabt.

Trainer Martin Stroetzel kennt Mannschaft und Verein nun. Jetzt geht es darum, die richtigen Hebel in Bewegung zu setzen − und viele Abgänge zu kompensieren.

Das sind die lokalen Gewinner und Verlierer der Saison

Die Gahlener Malte Dejoks (r.) und Marvin Grunwald (l.) sind nach dem 1:1 gegen Lippramsdorf bedient - es bedeutet den Abstieg. © Ralf Pieper

TuS Gahlen: Dass es schwer werden würde, war den Verantwortlichen des TuS Gahlen vorher klar. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga hatte der TuS mit Mittelfeldstratege Milan Dehnen und Torjäger Uwe Sokolowski wichtige Stützen verloren. So rutschte Gahlen nach passablem Start im Laufe der Saison immer weiter ab.

Der Trainerwechsel von Björn Bennies zu Dirk Cholewinski zeigte keine Wirkung, und auch unter Peter und Dominik Seemann bekam der TuS nicht mehr die Kurve. Am Ende fehlten Malte Dejoks, Marvin Grunwald und Co zwei Punkte und vier Tore. Den Gang in die A-Liga machen zudem einige Spieler nicht mit. Gahlen steht vor einer Verjüngungskur und einem Umbruch.

Das sind die lokalen Gewinner und Verlierer der Saison

Die Hervester Zuschauer hatten vor allem in der Schlussphase der Saison wenig Freude am Spiel ihrer Mannschaft. © Joachim Lücke

SuS Hervest-Dorsten: Die Mienen der Hervester Fans verraten es: Im berüchtigten zweiten Jahr nach dem Aufstieg war das Abenteuer A-Liga für den SuS wieder vorbei. Es fehlte schlichtweg an Substanz, auch wenn die Elf vom Ellerbruch sich bis zur Saisonmitte noch knapp über dem Strich hielt. Als es in der Rückrunde drauf ankam und die Konkurrenz anzog, hatten die Hervester nichts mehr zuzusetzen.

Doch die Roccaro und Co. werden wieder aufstehen. Sie werden ihr 100-jähriges Vereinsbestehen feiern und dann wieder angreifen.

Lesen Sie jetzt