Dorstens Kader wird immer dünner

Handball

Wie viele Spieler braucht man für eine Handball-Saison? Bei den Damen des VfL Rot-Weiß Dorsten könnte diese Frage dringlich werden.

von Ralf Weihrauch

Dorsten

, 02.10.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
VfL RW Dorsten, Nora Pannebäcker

Nora Pannebäcker und die VfL-Damen gehen mit einem sehr überschaubaren Kader in die neue Saison. © Ralf Pieper

Während am Niederrhein schon seit einem Monat um Punkte gespielt wird, steigen die westfälischen Handballer erst an diesem Wochenende in die Meisterschaft ein. Mit dabei sind die Frauen des VfL RW Dorsten und die Männer des HSC Rhade.

VfL-Trainerin Vera Tewes kämpft schon seit Jahren mit einem sehr dünnen Kader. Die Situation hat sich noch weiter verschlechtert. Tatjana Ruloff hat ihre Karriere beendet, und Jette Druivenga ist wegen ihres Studiums nach Köln gezogen. Anne Tittel hat Knieprobleme, wird aber hoffentlich im November wieder mit dabei sein. Isabelle Wehling bekommt ein Kind, doch Tewes hofft, dass sie im Januar zurückkehrt: „Bis dahin habe ich sieben Feldspieler und zwei Torhüter.“

Die Suche nach neuen Spielerinnen in den sozialen Medien war nicht von Erfolg gekrönt, und aus der Jugend wird zunächst kein Zuwachs zu erwarten sein. Tewes sagt: „Es wäre schön, wenn noch einige jüngere Spielerinnen den Weg zu uns fänden. Unser Kader hat ein hohes Durchschnittsalter, den wir liebend gerne senken würden.“

Daher ist Vera Tewes froh, dass die Bezirksliga eingedampft wurde: „Wir spielen in einer Elfergruppe. Da wird es für uns einfacher, zu den Terminen alle Frauen an Bord zu haben.“

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Die VfL-Frauen trainieren seit Juni wieder in der Halle. Bei neun Spielerinnen ist natürlich keine optimale Vorbereitung möglich. Tewes wird ihre Mannschaft am Sonntag gegen Welper zum ersten Mal im Einsatz sehen: „Wir haben auch wegen der Corona-Situation keine Testspiele vereinbart.“ Allerdings braucht sie auch keine Testspiele, um zu wissen was ihre Sieben kann: „Wir spielen seit Jahren fast in der gleichen Besetzung und brauchen keine große Eingewöhnung.“

HSC-TEam ist unverändert

Die Rhader Männer starten weiter in der 2. Kreisklasse, der untersten Liga im Münsterland. Trainer Michael Kortenhorn braucht sich auf keine neuen Gesichter einzustellen: „Wir gehen mit dem gleichen Kader wie in der letzten Saison an den Start.“

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Wegen der Corona-Krise verlief die Rhader Vorbereitung mit angezogener Handbremse. Der HSC bestritt kein einziges Testspiel, und somit wird die Parte gegen Münster die erste Begegnung sein, in der die Rhader zueinander finden können. Michael Kortenhorn legt die Messlatte für das nächste Jahr realistisch an: „Wir wollen einen guten Mittelfeldplatz erreichen. Absteigen können wir ja nicht.“

Die Damen des VfL RW Dorsten spielen Samstag um 17.30 Uhr in der Petrinumhalle (Kurt-Schumacher-Str. 27) gegen Westfalia Welper. Der HSC Rhade hat in der 2. Kreisklasse Münster 2 am Sonntag um 11.30 Uhr den SV Adler Münster III zu Gast in der Sporthalle an der Erler Straße.

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