Ilias Essaoudi ist WBU-Weltmeister

Boxen

Dorsten hat einen Weltmeister im Profiboxen. Durch einen K.o.-Sieg über den Bremer Chris Herrmann sicherte sich Ilias Essaoudi vom Team Assassin am Samstagabend in der Eissporthalle den Titel der World Boxing Union (WBU) im Superweltergewicht bis 69,85 kg.

DORSTEN

, 14.05.2017, 12:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
So bejubelte Ilias Essaoudi den Titelgewinn gegen Chris Herrmann. Nach 1:22 Minuten in Runde zwei hatte der Dorstener den Bremer k.o. geschlagen.

So bejubelte Ilias Essaoudi den Titelgewinn gegen Chris Herrmann. Nach 1:22 Minuten in Runde zwei hatte der Dorstener den Bremer k.o. geschlagen.

Der Hauptkampf der „Assassin Championship III“ war bereits nach 1:22 Minuten der zweiten Runde zu Ende. Der 30-jährige Bremer Herrmann war da zum dritten Mal zu Boden gegangen. Was beim ersten Mal noch so aussah, als habe der seh tief gebückt kämpfende Norddeutsche nur das Gleichgewicht verloren, erwies sich beim zweiten und dritten Mal dann immer deutlicher als Folge von Wirkungstreffern des drei Jahre jüngeren Essaoudi.

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Assassin Championship III Dorsten

Dorsten hat einen Weltmeister im Profiboxen. Durch einen K.o.-Sieg über den Bremer Chris Herrmann sicherte sich Ilias Essaoudi vom Team Assassin am Samstagabend in der Eissporthalle den Titel der World Boxing Union (WBU) im Superweltergewicht bis 69,85 kg.
14.05.2017
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So bejubelte Ilias Essaoudi den Titelgewinn gegen Chris Herrmann. Nach 1:22 Minuten in Runde zwei hatte der Dorstener den Bremer k.o. geschlagen.© Foto: Andreas Leistner
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„Ich hatte ihn natürlich studiert“, erklärte der neue WBU-Weltmeister nach dem Kampf. Eigentlich hatte er sich deshalb vorgenommen, auf Körpertreffer zu gehen, denn: „Oben ist Herrmann eigentlich stark.“ Doch dann merket Essaoudi, dass Herrmann an diesem Abend auch am Kopf verwundbar war. Dem ersten wirkungsvollen linken Haken zum Kopf ließ er deshalb noch in Runde eins den nächsten folgen. Als Herrmann zum zweiten Mal angezählt wurde, glaubte die Dorstener Ecke bereits den Abbruch durch den Ringrichter gesehen zu haben und stürmte jubelnd den Ring. Doch ein bisschen musste sich Ilias Essaoudi noch gedulden. Ringrichter Sergej Kovalenko hatte den Kampf nur unterbrochen, um die zahlreichen Zaungäste in unmittelbarer Ringnähe ein wenig nach hinten zu schicken.

Nach der Hälfte der zweiten Runde war es dann aber so weit: Herrmann ging erneut zu Boden, der Kampf war vorbei und Ilias Essaoudi durfte endlich richtig jubeln − bis das letzte Siegerfoto mit Familie, Freunden und Sponsoren geschossen war, dauerte es länger als bis zu Chris Herrmanns K.o.

Vorzeitig beendet

Auch die beiden anderen Kämpfe des Hauptprogramms gingen nicht über die volle Rundenzahl. Ganze 57 Sekunden brauchte Eda Essaoudi bei ihrem Comeback, um die Ecke von Gegnerin Nikolina Vokic aus Serbien bei deren Debutkampf von der Aufgabe zu überzeugen.

Auch im Kampf um den Junioren-WM-Titel der WBU im Cruisergewicht bis 90,72 kg waren die Rollen klar verteilt. Im Duell zwischen dem Wiesbadener Tommy Punch und dem Georgier Ramazi Gogichashvili war schnell klar, dass der Georgier nur durch einen Lucky Punch würde siegen können. Nach fünf Runden hatte Punch ihn aber mürbe geboxt. Hätte seine Ecke nicht das Signal zur Aufgabe gegeben, hätte es der Ringrichter geben müssen.

Neben dem sportlichen Erfolg durfte das Team Assassin auch mit dem Besuch in der Eissporthalle zufrieden sein. Ilias Essaoudi mochte sich unmittelbar nach Kampfende aber noch nicht mit Bilanzen beschäftigen: „Jetzt mach ich erst mal Urlaub“, sagte er angesichts von zwölf harten Trainingswochen. Doch er kündigte noch im Ring an: „Jetzt geht‘s erst richtig los.“ Denn Essaoudi weiß: „Mit diesem Titel habe ich ein Bein in der ersten Liga.“ Angebote liegen dem frischgebackenen Weltmeister schon vor.

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