Jetzt geht‘s bei der WM nur noch um die Medaillen

Rudern

Bei der WM in Österreich stehen alle drei Dorstener Ruderer im Finale. Zwei von ihnen haben zudem schon das Olympia-Ticket für Tokio 2020 gelöst.

Dorsten

, 29.08.2019, 13:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jetzt geht‘s bei der WM nur noch um die Medaillen

Christopher Reinhardt (3.v.r.) und der Deutschland-Achter stehen am Sonntag im WM-Finale. Am Samstag kämpfen zwei andere Dorstener um Medaillen. © Detlef Seyb

Jason Osborne und Partner Jonathan Rommelmann vom Crefelder RC mussten im Halbfinale des Leichtgewichts-Doppelzweiers am Donnerstagmorgen allerdings die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Im Schlussspurt flogen die beiden Iren Fintan McCarthy und Paul O´Donovan , die nach 500 Metern nur auf Platz fünf und dann lange auf Platz gelegen hatten, auch an ihnen vorbei und verwiesen sie mit 13 Hundertstelsekunden Vorsprung in 6:13.460 min auf Platz zwei vor den ebenfalls starken Norwegern (6:14.150 min).

Fürs A-Finale haben sich aber alle drei Boote qualifiziert, am Samstag können sich Osborne/Rommelmann dann ganz auf die Revanche für die erste Niederlage konzentrieren. Denn das zweite Hauptziel der WM, das Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, haben alle sechs Finalteilnehmer bereits gelöst.

Auch Piontek ist schon durch

Das gilt auch für den deutschen Doppelvierer mit dem Dorstener Timo Piontek. Im zweiten Halbfinallauf ihrer Bootsklasse sicherten sich die Deutschen Platz zwei hinter den Niederlanden und vor China und zogen damit souverän ins Finale ein.

Die Niederländer fuhren einen sicheren Start-Ziel-Sieg heraus. 500 Meter vor dem Ziel lagen sie rund dreieinhalb Sekunden vor dem deutschen Boot und konnten in der Endphase des Rennens Kräfte sparen.

Auch Timo Piontek und Co. hielten die Konkurrenz hinter sich sicher in Schach. Bis zur 1500-Meter-Marke hatten sie sich über zwei Sekunden Vorsprung auf die bis dahin noch drittplatzierten Russen herausgerudert. Dann fielen die Russen zurück, und die Chinesen setzten zum Endspurt an. Sie zogen an den durchgereichten Russen und an den Norwegern vorbei und sicherten sich das dritte Finalticket. Ans deutsche Boot auf Platz zwei kamen sie aber nicht mehr heran. Im zweiten Halbfinale qualifizierten sich Italien, Polen und Australien.

Der Achter will den Titel - und das Tokio-Ticket

Bereits am Dienstag hatte Christopher Reinhardt vom RV Dorsten mit dem Deutschland-Achter den Einzug ins Finale perfekt gemacht. Anders als die beiden anderen Dorstener hat Reinhardt das Tokio-Ticket noch nicht in der Tasche, denn im Achter-Finale fahren nur die ersten Fünf zu Olympia.

Jetzt heißt es für alle drei Dorstener WM-Teilnehmer, sich bei aller Konzentration entspannt auf den Finaltag vorzubereiten. Die Finals von Jason Osborne und Timo Piontek finden am Samstag (13.54 und 15.30 Uhr) statt, der Achter-Endlauf am Sonntag um 14.12 Uhr.

Der Mittwoch war für den Deutschen Ruderverband (DRV) enttäuschend verlaufen. Mit dem Frauen-Einer, dem Frauen-Doppelzweier, dem leichten Frauen-Doppelzweier und den beiden Zweier ohne verpassten gleich fünf Boote den Halbfinaleinzug und haben damit keine Chance mehr, sich vorzeitig für die Olympischen Spiele 2020 zu qualifizieren.

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