Vandalen beschädigen Trainingsstätte

hzWassersport

Gegen ein Sturmtief wie Sabine kann man als Sportler nichts machen. Doch manche böse Überraschung ist auch menschengemacht. Und deshalb umso ärgerlicher.

Dorsten

, 11.02.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ist es ein Dummer-Jungen-Streich oder eine gezielte Sachbeschädigung zur Störung des Trainingsablaufs? Das fragten sich die Verantwortlichen der Kanu-Freunde Wiking Gladbeck, als sie vergangene Woche die durchtrennten Tragseile zur Befestigung der Kanutore in Händen hielten.

Sportwart Thorsten Bremer hatte am Sonntag bemerkt, dass gleich mehrere Tragseile fehlten und sofort Alarm geschlagen.

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Geschäftsführer Stefan Targowski sagt dazu: „Durch diesen sinnlosen Akt der Zerstörung wird der kontinuierliche Trainingsbetrieb unserer Kanuten, und auch die Arbeit der Sportler aus den Nachbarvereinen immer wieder erheblich gestört.“ Dies bestätigt auch Vereinsmitglied Michael Seibert, der ebenfalls fassungslos am Ufer stand: „Wer macht denn so etwas?“

Besonders ärgerlicher Zeitpunkt

Besonders ärgerlich ist auch der Zeitpunkt, denn die Kanusportler nutzen aktuell die milden Temperaturen, um sich aktiv auf die ersten, im März anstehenden Wettkämpfe vorzubereiten.

Das Teilstück unterhalb der Autobahnbrücke der A 31 ist auf einer Länge von rund 200 Metern als offizielle Trainings- und Wettkampfstätte in der Naturschutzverordnung ausgewiesen und gilt durch den Pachtvertrag des Vereins als Privatgelände. An den im Uferbereich beidseitig eingelassenen Metallpfosten werden in regelmäßigen Abständen Tragseile über die Lippe gespannt, um daran die nach unten ragenden Torstangen zu befestigen. Werden diese nun einfach ziellos gekappt, ist das Sachbeschädigung und Umweltverschmutzung zugleich.

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Denn dabei fallen die aus Kunststoffmaterial bestehenden Tore einfach ins Wasser und werden abgetrieben, und in den lose im Wasser treibenden Seilresten können sich Tiere verfangen. Um neue Seile zu spannen und die Tore wieder daran zu befestigen, braucht es mehrere Arbeitsstunden von vier Mann in zwei Booten.

Bitte um Aufmerksamkeit

Stefan Targowski sagt: „Wir halten als Verein unsere Trainingsstrecke seit vielen Jahren in Schuss, aber dagegen sind wir einfach machtlos. Wenn das noch häufiger passiert, sind wir alternativlos und können kein geregeltes Training mehr garantieren.“

Er bittet deshalb die vielen Radfahrer, Jogger und Spaziergänger in diesem Bereich um verstärkte Aufmerksamkeit: „Wem etwas Verdächtiges auffällt, der soll sich bitte unter geschaeftsfuehrer@kanufreunde-wiking.de umgehend an den Verein wenden“, so Targowski.

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