Oberheim siegt auf der Nordschleife

Motorsport

Seinen ersten Sieg auf der legendären Nordschleife des Nürburgings feierte am Wochenende der Schermbecker Moritz Oberheim. Beim Qualifikationsrennen zu den 24 Stunden am Nürburgring glänzte er mit den schnellsten Rundenzeiten seiner Fahrzeugklasse und fuhr zusammen mit dem Teamkollegen Michele Di Martino seinen ersten Sieg in der "Grünen Hölle" ein.

SCHERMBECK

14.04.2015, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erstes Rennen, erster Sieg: Moritz Oberheim konnte mit seinem Debut auf der Nordschleife des Nürburgrings mehr als zufrieden sein.

Erstes Rennen, erster Sieg: Moritz Oberheim konnte mit seinem Debut auf der Nordschleife des Nürburgrings mehr als zufrieden sein.

Bereits am Samstag Abend setzteder 18-Jährige mit einer Rekordzeit in der Klasse von 9:28 Minuten die klare Bestmarke. Unter den insgesamt 60 angereisten Teams waren zehn des BMW M235i Cups, die sich noch für die 24 Stunden qualifizieren mussten, darunter das TKS Racing Team mit Oberheim und Di Martino. Das Rennen ging über sechs Stunden, was den beiden Fahrern einiges abverlangte.

"Auggrund der Situation im Rennen mussten wir sechs Stunden am Limit fahren, vor allem die letzten zwei Stunden bin ich bis auf einen kurzen Tankstopp komplett durchgefahren", berichtete Oberheim: "Das erfordert eine enorme Konzentrationsleistung auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt. Hier kam mir das speziell vom Injoy für mich zusammengestellte Finesstraining spürbar zu Gute. Nur wenn man körperlich absolut fit ist, kann man die Konzentration über einen so langen Zeitraum hoch halten", meinte Oberheim nach dem Rennen.

Folgenschwerer Fehler

Nachdem Di Martino sich nach dem Start absetzen konnte unterlief dem Team ein folgenschwerer Fehler. Man holte den BMW eine Runde zu spät zum Tanken herein, was zur Folge hatte, dass der Wagen mehrmals ausging und schließlich kurz vor der Boxengasse stehen blieb. Die Streckenposten schoben Di Martino in die Box, der Wagen wurde betankt und Oberheim übernahm das Steuer. Der Rückstand auf den Führenden war auf etwa vier Minuten angewachsen, ein nahezu uneinholbarer Rückstand. Doch die beiden TKS-Fahrer gaben nicht auf und verringerten in den folgenden fünf Stunden kontinuierlich den Rückstand. Die letzte halbe Stunde lieferte dann Spannung pur. Obwohl das Auto auch noch mit Servolenkungsproblemen zu kämpfen hatte, gelang es Oberheim in der vorletzten Runde, den Führenden am Ende der Start-Ziel-Geraden zu überholen und den Sieg in der Klasse Cup 5 fürs Team zu holen.

"Besser geht's nicht"

"Vor einem Jahr habe ich noch davon geträumt, einmal bei den 24 Stunden am Nürburgring fahren zu dürfen, und jetzt stehe ich bereits in den Siegerlisten und werde definitiv dort starten", freute sich Moritz Oberheim. "Es werden dann noch einige Teams mehr am Start sein und das Ganze wird ungleich schwerer werden. Die Feuertaufe habe ich aber bestanden und ich bin stolz darauf, fürs Team und meine Sponsoren eine so überzeugende Leistung gebracht zu haben. Erstes Rennen, erster Sieg, schellste Rennrunde, besser geht es nicht." kommentierte Oberheim abschließend.

Weiter geht es für Oberheim bereits am 25. April bei der VLN-Langstreckenserie auf dem Nürburgring, bevor dann das Highlight des Jahres mit den 24 Stunden Mitte Mai folgt.

 

Ein Sportportrait von Moritz Oberheim lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Dorstener Zeitung.

 

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