Rolle rückwärts: Der SC Wiedenbrück will nun doch in die Regionalliga

Fussball

Aus wirtschaftlichen Gründen hatte Oberliga-Tabellenführer SC Wiedenbrück kürzlich angekündigt, auf den Aufstieg in die Regionalliga zu verzichten. Doch das ist jetzt Schnee von gestern.

Schermbeck

, 23.03.2020, 14:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sleiman Salha

Sleiman Salha wird im Juli neuer Trainer des SV Schermbeck, das steht fest. Offen ist dagegen wieder die Frage, wer im Sommer in die Regionalliga aufsteigt. © Manfred Rimkus

Nach der Bekanntgabe des Verzichts habe sich eine Dynamik entwickelt, „die uns ebenso überrascht wie erfreut hat“, heißt es in einer Presseerklärung des SCW auf dessen Homepage: „Insbesondere erklärten sich namhafte Personen aus eigenem Antrieb und auf Anfrage bereit, in den Vorstand des SC Wiedenbrück einzutreten und Verantwortung für eine nachhaltige Perspektive des Vereins im höherklassigen Fußball zu übernehmen.“

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Ausdrücklich werde von diesem Personenkreis gewünscht, „dass der SC Wiedenbrück jetzt, wo die sportliche Ausgangssituation als Tabellenführer der Oberliga hervorragend ist, die formelle Voraussetzung für einen Aufstieg in die Regionalliga herstellt. Damit existiert eine grundlegend andere Situation als vor dem 9. März. Sie ermöglicht dem seit vielen Jahren amtierenden Vorstand eine geregelte Übergabe, wie er sie stets angestrebt hatte.“

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Dass der am 9. März bekannt gegebene Verzicht als Druckmittel eingesetzt worden sei, streitet der Wiedenbrücker Vorstand vehement ab: „Zugleich stellen wir klar, mit der Erklärung vom 9. März nicht beabsichtigt zu haben, einen ultimativen Druck aufzubauen. Umso mehr begrüßen wir, dass die von uns mit Vernunft, aber auch mit Bedauern getroffene Entscheidung sowohl im Verein als auch im Umfeld nun ein Engagement ausgelöst hat, auf das wir nicht mehr zu hoffen gewagt hatten.“

Fakt ist auf jeden Fall: Der Spitzenreiter der Oberliga Westfalen will die notwendigen Unterlagen fristgerecht bis Ende März beim Westdeutschen Fußball-Verband einreichen. Der Tabellenzweite RSV Meinerzhagen und der Dritte RW Ahlen haben im Kampf um die zwei Aufstiegsplätze wieder einen Konkurrenten mehr.

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