Sprungmanns Mustang war „unbreakable“

Motorsport

Oliver Sprungmann aus Dorsten will nach einer aufregenden Saison auch 2020 wieder am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnehmen. Dafür werden im Team jetzt schon die Weichen gestellt.

Dorsten

, 25.12.2019, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sprungmanns Mustang war „unbreakable“

Starkes Duo: Oliver Sprungmann und sein Ford Mustang GT "Bullitt" © Horst Lehr

Das Rennjahr 2019 hat Oliver Sprungmann Lust auf mehr gemacht. „Mit dem bärenstarken Ford Mustang GT auf der Nordschleife zu fahren ist Adrenalin pur. Der passt mir wie ein zweiter Anzug“, schwärmt der Dorstener beim Blick zurück nach vorn.

Zum Qualifikationsrennen zu den 24 Stunden hatte Mustang-Tuner Schropp dem OVR Racing Team ein komplett neues Ansaugsystem mit dazu passender Abgasanlage geliefert. Das sollte in Kombination mit einem speziellen Software-Update rund 50 zusätzliche PS liefern. Doch dann nahm die Rennleitung den Ford Mustang während des Trainings aus dem Rennen. Nicht wegen der 50 PS, wie Oliver Sprungmann erklärt: „Unser Wagen hatte einfach einen zu brachialen Sound: Wir waren um zwei Dezibel zu laut.“

Eyecatcher und Publikumsliebling

Mittlerweile zu einem echten „Eyecatcher“ und Publikumsliebling avanciert, wurde das Team beim 24-Stunden-Rennen erstmalig auch zum „Adenauer Racing Day“ eingeladen. Dabei präsentierten sich ausgewählte Teams mitten in der Rennstadt Adenau den Fans. „Das war völlig verrückt“, erinnert sich Oliver Sprungmann, „ich habe mich wie ein Rockstar gefühlt, und wir haben unzählige Autogramme geschrieben.“

Doch im Rennen ging es für das Team an die Substanz, denn nach dem Start gab es praktisch im Stundentakt eine wahre Unfallorgie mit insgesamt drei Felgenschäden und dem Komplettverlust der Frontpartie. Dabei wurden alle drei Fahrer Opfer der harten Gangart in den Anfangsstunden des Rennens.

Unzerbrechlich

Allerdings erwies sich der Mustang einmal mehr als „unbreakable“ – also unzerbrechlich. Nur mit einem frischen Reifensatz nahm Oliver Sprungmann das Rennen immer wieder auf. Doch später in der Nacht lief der „Bullit“ wie ein Uhrwerk. Sprungmann sagt immer noch begeistert: „Es war einfach nur traumhaft. Ich war am Schwedenkreuz unterwegs und sah links von mir einen grandiosen Sonnenaufgang.“

Am Ende feierte das Team nach 116 gefahrenen Runden überglücklich den zweiten Platz in der Klasse AT wie einen Sieg.

Nachdem alle Unfallschäden vom 24-Stunden- Rennen beseitigt waren, wollten Sprungmann und Co. es noch einmal wissen und starteten auch beim fünften Lauf der Langstreckenserie, dem einzigen Sechs-Stunden-Rennen der VLN. Und hier gelang dem Team bei wechselhaften Bedingungen mit dem Klassensieg auch endlich der ganz große Erfolg.

Auftritt auf der Essener Motorshow

Danach wurde der Wagen in Dortmund von „JP“ Performance komplett neu designt. Der letzte Auftritt des Mustangs in diesem Jahr war am 4. Dezember dann eher einer der ruhigeren Art: Auf der Essen Motorshow bestaunten die Besucher noch einmal die außergewöhnliche Optik des Rennwagens. Bei den nächsten Einsätzen ist der „Unzerbrechliche“ dann wieder mehr gefordert.

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