BSV Wulfen gegen BG Dorsten - der Countdown zum Derbyklassiker läuft

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Ein Wechsel vom BVB zu S04? War schon für Andy Möller schwierig. Auch bei der BG Dorsten und dem BSV Wulfen gibt es viele Akteure, die beide Trikots trugen.

Wulfen, Dorsten

, 12.11.2019, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Erste, der einst vom Wulfener Wittenbrink zur BG Dorsten ging, war Jörg Pötsch. Doch sein Wechsel fiel in den 80er Jahren bei den Fans nicht so ins Gewicht. Denn Pötsch, seinerzeit einer der besten Werfer des BSV, nahm den Umweg über den TuS Herten, und als er schließlich bei der BG ankam, da spielten die beiden Teams nicht mehr in einer Liga.

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Basketball-Derby BG Dorsten - BSV Wulfen

Viele Spieler waren schon für den BSV Wulfen und die BG Dorsten aktiv.
12.11.2019
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Rene Penders© Joachim Lücke
Lukas Kazlauskas© Joachim Lücke
Rene Penders© Joachim Lücke
Christian Marquardt© Joachim Lücke
Nino Janoschek© Privat
Rene Penders© Ralf Pieper
Chris Brown© Joachim Lücke
Christian Marquardt© Joachim Lücke
Daniel Stagneth© Werner Niehuis
Lukas Kazlauskas© Ralf Pieper
Nino Janosche
© Heiner Witte

Ähnlich sah es auch bei Hermann Borgs aus. In den Regionalliga-Derbys zu Beginn der 80er war der 2,01-m-Hüne bei Freiwürfen noch eine der Lieblings-Zielscheiben der BSV-Fans gewesen. Als er 1986 zum Wittenbrink kam, avancierte er rasch zum Leistungsträger und Publikumsliebling und war maßgeblich am zweiten Wulfener Aufstieg in die 1. Regionalliga beteiligt.

Silic wurde zu Super-Mario

Heikler waren andere Fälle. Etwa der von Mario Silic. In seiner Zeit bei der BG Dorsten als Enfant terrible bekannt, das regelmäßig mit den Schiedsrichtern aneinander geriet, wechselte er 1998 zum BSV. Wulfen war gerade aus der 1. Regionalliga abgestiegen und die BG war beim Kampf um den direkten Wiederaufstieg der härteste Konkurrent. Im Hinspiel in der proppevollen Wittenbrinkhalle war Silic einer der Garanten für den Wulfener 108:87-Sieg. Von da an war und blieb der Ex-Dorstener für die Wulfener Fans nur noch Super-Mario.

Einige Jahre gab es dann keinen Austausch mehr. Doch das sollte sich ändern, und das wieder mit einem „Big Man“: Daniel Stagneth räumte ab 2005 nicht mehr unterm BG-, sondern unterm BSV-Korb auf. Und auch der nächste Wechsel fand auf der Centerposition statt. Nino Janoschek schloss sich dem BSV nach dessen Aufstieg in die 2. Bundesliga Pro B an. Später fand er dann über Schalke zurück zur BG und ist inzwischen für Grevenbroichs Elephants am Ball.

“Künigstransfer“ Christian Marquardt

Wie Janoschek bei der BG wurde auch der Wechsel seines Dorstener Teamkollegen Christian Marquardt vom BSV Wulfen 2014 als „Königstransfer“ vermeldet. Doch der Aufbauspieler, der dem BSV in den vorangegangenen Derbys oft sehr weh getan hatte, kam in Wulfen nicht so zum Zuge wie bei der BG. Nach zwei Jahren trennten sich die Wege wieder.

Ausgezahlt hat sich hingegen der Wechsel eines Wulfeners nach Dorsten. Rene Penders spielt inzwischen seine fünfte Saison für die BG. In dieser Zeit traf der Dreier-Spezialist in Dorsten auch seinen früheren Wulfener Teamgefährten Lukas Kazlauskas wieder. Dafür wechselte Aufbauspieler Steffen Piechotta von Dorsten über Bulmke nach Wulfen und stieg mit dem BSV 2019 in die 1. Regionalliga auf, wo er nun gegen seine alten BG-Kollegen wie Rene Penders, Nderim Pelaj und Gerrit Budde antritt.

Kleinert ist der vorerst letzte

Jüngster, aber wohl kaum letzter Wanderer zwischen den zwei Basketball-Welten ist schließlich Jonas Kleinert. Er folgte Jugendtrainerin Marsha Owusu-Gyamfi von Dorsten nach Wulfen, gab dann ein Intermezzo bei den HammStars und tritt nun am kommenden Samstag erstmals im Derby gegen die BG und für den BSV an. Nicht nur für ihn ist die Partie in der Gesamtschulhalle am Samstag aber ein ganz besonderes Spiel.

„Es ist das beste Spiel der Saison“, erklärt Rene Penders: „Wir spielen vor voller Halle, vor meinen Freunden, vor meiner Familie, die alle BSV-Fans sind. Das wird toll!“

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