Remis ist für RW Deuten zu wenig

Fußball

Für die einen war es eine gefühlte Niederlage, für die anderen bestenfalls ein moralischer Erfolg. Unterm Strich aber war das 3:3 im Kellerderby zwischen Rot-Weiß Deuten und die SpVg. Emsdetten am Sonntag für beide Seiten zu wenig.

DEUTEN

, 07.05.2017, 21:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Landesliga 4 RW Deuten - SpVg Emsdetten 3:3 (1:3)

Emsdetten musste sich am Ende mehr ärgern als die Gastgeber. Das Tabellenschlusslicht spielte am Bahndamm auf wie ein Team aus dem gehobenen Mittelfeld. Aggresssiv, technisch stark, körperlich und vor allem auch akustisch präsent. Ob mit langen Bällen oder Dribblings − die Emsdettener Angreifer brachten die Deutener Abwehr von Beginn an regelmäßig in Verlegenheit.

Dass es nach einer guten Viertelstunde 0:2 hieß, hatten sich die Deutener aber auch selbst zuzuschreiben. Vor dem 0:1 von Fabian Ebong (14.) schaltete die RWD-Abwehr nach einer Parade von Keeper Niklas Schmidt ab und der nachsetzende Schütze legte für Ebong auf. Das 0:2 ging dann auf Schmidts Kappe; bei einem Steilpass kam er aus dem Tor, erreichte den Ball aber nicht. Montasar Hammami hatte freie Bahn und schoss aus 20 Metern ein (16.).

Deuten schöpfte Hoffnung, als Lukas Nolte mit einer scharfen Hereingabe ein Eigentor zum 1:2 erzwang (23.). Doch nur acht Minuten später foulte Thiemo Kersting Hammami hart an der Strafraumgrenze und der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Der Gefoulte trat selbst an und traf zum 1:3 (31.).

Nach dem Seitenwechsel hieß es für Deuten „Alles oder Nichts“. Marko Mattner kam für Thiemo Kersting und die Gastgeber erhöhten das Risiko. Das Ergebnis waren brenzlige Situationen in der eigenen Defensive, doch Emsdetten lief dabei zu Deutens Glück gleich serienweise ins Abseits.

Selbst nach Lukas Nolte Fallrückzieher zum 2:3 (70.) verspürten die Gäste aber auch nicht den letzten Druck, für die Entscheidung zu sorgen. Das rächte sich für sie, als Dennis Uhlenbrock in der 91. Minute nach einer Ecke das 3:3 köpfte. Um ein Haar wäre sogar noch das 4:3 gefallen, doch Lukas Nolte blieb bei einer 2:1-Situation mit seinem Querpass hängen (90.+4).

Am Ende bejubelte Deuten die Energieleistung, Emsdetten suchte die Schuld in erster Linie beim Schiedsrichter. Doch am Boden lagen enttäuschte Spieler beider Seiten.

RWD: Schmidt; Kersting (46. Mattner), Wer ner, Tomicki, Pohlmann, Lachs, Attris, Rekers (69. Gabmaier), N. Winter (77. Uhlenbrock), Urban.

Tore: 0:1 Ebong (14.); 0:2 Hammami (16.); 1:2 Velican (23., Eigentor); 1:3 Hammami (31., Foulelfmeter); 2:3 Nolte (70.); 3:3 Uhlenbrock (90.+1).

Lesen Sie jetzt