Rhader Fußballerinnen starten siegreich nach der langen Pause

Fußball

Vor allem ein Neuzugang der Westfalenliga-Fußballerinnen des SSV Rhade bestach im ersten Spiel. Defensiv hielt sie sich makellos und entschied den Test gegen Bocholt II mit ihrem Tor.

Rhade

, 19.07.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im ersten Spiel nach der Pause gewann der SSV Rhade gegen Borussia Bocholt II.

Im ersten Spiel nach der Pause gewann der SSV Rhade gegen Borussia Bocholt II. © Joachim Lücke

Die ersten Testspiele waren gleich mal von Erfolg gekrönt. Sowohl die Westfalenliga-Fußballerinnen des SSV Rhade als auch die neue Reserve präsentierten sich in den ersten Spielen nach der durch das Coronavirus bedingten Pause spiel- und lauffreudig.

Testspiele

SSV Rhade - B. Bocholt II

1:0 (0:0)

Sie ist der Königstransfer der Fußballerinnen des SSV Rhade. Mit ihrer Bundesliga- und Regionalliga-Erfahrung soll sie nicht nur die Defensive stabilisieren, sondern bei Möglichkeit auch offensiv Akzente setzen. Katrin van Kampen gelang beides gleich im ersten Test.

Weitschuss bringt das Siegtor

In der Viererkette lief van Kampen einige Bälle durch die Schnittstellen ab und organisierte ihre Mitspielerinnen. Durch Diagonalbälle versuchte sie, die Außenspielerinnen in Szene zu setzen. Und wenn sie Platz hatte, dribbelte die 30-Jährige auch gerne mal ins Mittelfeld an.

Ein Schussversuch aus knapp 30 Metern ging in der ersten Halbzeit noch knapp über das Tor. In der zweiten Halbzeit sollte sie mehr Glück haben. Mit einem Weitschuss aus erneut 30 Metern traf sie zum 1:0 gegen den Niederrheinligisten Borussia Bocholt II.

Insgesamt „war es gut“

Rhades Trainer Dirk Bessler war zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben alles ein wenig durcheinander gewürfelt. Teilweise stimmten die Laufwege noch nicht. Aber das sind Kleinigkeiten. Was ich insgesamt gesehen haben, war gut.“

Besonders defensiv stand der SSV sicher. Situativ gingen die Rhaderinnen vorne drauf und gewannen so einige Bälle. Bereits in der ersten Halbzeit hätten die Gastgeberinnen treffen müssen. Drei, vier richtig gute Chancen fanden ihr Ziel aber nicht. Auf der anderen Seite glänzte Torhüterin Jennifer Radüchel bei der einzigen Großchance der Gäste.

SV Haldern - SSV Rhade II

1:3 (0:3)

Das Team um Trainerin Miriam Müssner hätte sich einen leichteren Start aussuchen können. Im ersten Spiel der Rhader Zweitvertretung ging es gleich zu einem Landesligisten. Doch die Rhaderinnen um erfahrene Spielerinnen wie Linda Michaelis, Jule Terstegen oder Alexandra Bollenberg zeigten, dass mit ihnen in der kommenden Saison zu rechnen sein dürfte. Bereits nach wenigen Minuten führte Rhader gegen den Landesligisten mit 3:0.

Nach drei Minuten traf Janine Lohkamp mit einem Weitschuss. Nur zwei Minuten später erhöhte Jule Terstegen ebenfalls aus der Ferne. Nach dem 3:0 durch Terstegen (15.) war das Spiel entschieden. Die Gastgeberinnen kamen zwar kurz vor der Halbzeit auf 1:3 aus ihrer Sicht ran. Doch am Ende standen die Rhaderinnen sicher in der Defensive. „Das war kein unverdienter Sieg“, freute sich Obmann Dieter Müssner.

SSV Rhade II - Adler Buldern

3:1 (1:0)

3:1 hieß es auch am Sonntag im zweiten Test am Wochenende für die Reserve der Rhaderinnen. Gegner Bezirksligist Buldern spielte zwar gut mit, aber am Ende war auch dieser Sieg nicht unverdient, sagte Müssner. Das 1:0 schoss Laura Bödder in der 19. Minute. Danach wurden die Gäste stärker und kamen so zum verdienten Ausgleich (53.). Doch der SSV gewann mit der Zeit wieder an Sicherheit und übernahm die Kontrolle. Erneut erzielte Bödder das Tor (76.). Das 3:1 fiel durch ein Eigentor in der 84. Minute.

SSV Rhade U17 - Osnabrücker SC U17

3:0 (2:0)

Für das erste Spiel war Rhades Trainer Mike Lerche zufrieden. „Wir haben einige Sachen schon ganz gut gemacht.“ Wie es aber auch nicht anders sein könnte, wenn eine neuformierte Mannschaft zum ersten Mal zusammen spielt, hat er auch einige Sachen gesehen, die ihm nicht so gut gefielen. „Die Absprache war noch nicht so gut. Dazu war unser Passspiel noch nicht so, wie ich mir das vorstelle.“ Nichtsdestotrotz überwogen aber die positiven Ansätze.

Vor allem auch deshalb, da die Rhaderinnen am Vortag noch in Bottrop die Halde erkundet haben. Die vielen Treppenläufe steckten der Mannschaft noch in den Knochen. Die Tore für Rhade erzielten Jacqueline Pönsgen, Julia Greskamp und Lea Baumeister.

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