SSV Rhade II setzt ein Zeichen

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Bei der Vergabe des Meistertitels in der Frauen-Kreisliga A RE ist mit dem SSV Rhade zu rechnen. Im Spitzenspiel gegen Lembeck gab‘s einen verdienten 2:1-Sieg.

Rhade, Lembeck

, 12.10.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Frauen-Kreisliga A RE

SSV Rhade II - SV Lembeck 2:1

Wirklich überraschend kommt es nicht, und es entspricht auch durchaus dem eigenen Anspruch. Denn wer solche Spielernamen vorweisen kann wie der SSV Rhade II, der muss in der Frauen-Kreisliga ganz einfach zur Spitzengruppe gerechnet werden. Das Topspiel gegen den SV Lembeck lieferte dafür einen eindrucksvollen Beleg.

Rhades Trainer Gregor Telöken konnte sich die Korsettstangen in seinem Team verlassen. Hinten organisierten Maria Heisterklaus-Leying und Alexandra Bollenberg die Abwehr, im Mittelfeld zog Miriam Herzog (vormals Müssner) die Fäden und im Angriff sorgten Jule Terstegen und Theresa Rekers für Gefahr. Allen gemeinsam: Erfahrung aus vielen Einsätzen in der ersten Rhader Mannschaft bis hin zur Westfalenliga.

Neben ihren individuellen Stärken hatten sie dort auch eine taktische Ausbildung genossen, die sie nun an ihre Nebenleute weitergeben können, und genau dort lag am Sonntag ein gravierender Vorteil der Rhaderinnen gegenüber den Gästen aus Lembeck.

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Die waren den Rhaderinnen nicht nur technisch unterlegen, sondern agierten oftmals zu unkoordiniert. So verpuffte das Anlaufen der Rhaderinnen im Spielaufbau, weil nie alle Spielerinnen mitmachten. Lembecks Mittelstürmerin Zoe Eggert rieb sich allein gegen vier Rhaderinnen auf, die immer eine Anspielstation behielten.

Im Spiel nach vorn basierte bei Lembeck zudem zu vieles auf Zufall. Immer wieder brachten sich die Gäste mit ungenauen Zuspielen selbst um bessere Gelegenheiten.

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Rhades Spiel wirkte reifer und durchdachter, und die 2:0-Pausenführung durch einen Doppelschlag von Theresa Rekers (42., 44.) war hochverdient.

„Für uns war es ein gebrauchter Tag“, erklärte Lembecks Trainer Christoph Burdenski. Weil Torhüterin Jule Winkel kurzfristig passen musste, musste Franka Juric ins Tor. „So fehlte uns eine Alternative im Feld.“

SSV-Trainer Gregor Telöken hoffte, „dass wir damit vielleicht ein Ausrufezeichen gesetzt haben. Lembeck war sicher kein Gegner, den man im Vorbeigehen schlägt.“ Zoe Eggerts später Anschlusstreffer (84.) war trotzdem nicht mehr als Ergebniskorrektur.

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