Sporthallen-Strategie der Stadt - das sagen die Vereine

hzRatssitzung am Mittwoch

Die Sporthallen-Strategie der Stadt Dorsten erscheint schlüssig. Trotzdem gibt es noch offene Fragen. Nicht nur die nach dem Standort der neuen Vierfachhalle oder die nach der Finanzierung.

Dorsten

, 17.12.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sucht man auf der Karte nach einem möglichen Standort für eine neue Vierfachhalle in der Nähe der Juliushalle, dann fällt als erste Option der quasi brachliegende Sportplatz am Knappenweg ins Auge. Doch der ist aufgrund von Altlasten im Boden wohl aus dem Rennen. Also wohin mit der neuen Halle?

Schließlich soll sie nicht nur von der Neuen Schule, sondern auch von den Grundschülern der Bonifatiusschule genutzt werden, sollte also im besten Fall von dort aus fußläufig erreichbar sein. Den Skaterpark und die Basketballfelder neben der Juliushalle „platt“ machen? Die werden von Jugendlichen gut angenommen. Also wohin mit der Vierfachhalle?

Keine konkreten Aussagen vor der Ratssitzung möglich

Im Norden der Juliushalle schließt sich ein schmaler Waldstreifen an. Ob er infrage kommt? Eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion konnte die Verwaltung am Dienstag noch nicht beantworten: „Die konkrete Suche macht ja erst nach dem entsprechenden Ratsbeschluss Sinn“, erklärte Stadt-Pressesprecher Ludger Böhne. Ähnliches gelte für die Finanzierung: „Sie wird Bestandteil der jeweiligen Jahreshaushalte. Wenn Fördermittel herangezogen werden können, wird das natürlich geschehen. Da es sich um ein mehrjähriges Projekt handelt, steht aber noch nicht fest, welche Möglichkeiten es da im Einzelnen gibt.“

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Über die zentrale Rolle, die die Juliushalle in ihrer Sporthallen-Strategie spielt (wir berichteten), hat die Stadtverwaltung auch mit der dort beheimateten BG Dorsten gesprochen. „Allerdings“, so erklärte BG-Vorsitzender Thomas Klings am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion, „wurde nur das grobe Konzept besprochen, keine Details.“

BG begrüßt das Projekt als Chance

Klings und seine Vorstandskollegen stimmen aber mit der Stadtverwaltung überein, dass es „aus wirtschaftlicher Sicht mehr Sinn macht, neu zu bauen als zu sanieren. Die sanitären Anlagen oder die Hallendecke entsprechen nicht mehr den Anforderungen, die man heutzutage an eine Halle hat“, sagte Klings. Die Strategie der Stadt und den Neubau einer Vierfachhalle in der Nähe sieht er deshalb „eher als Chance für uns“. Auch wenn die Zukunft des BG-Vereinsheims, das an die Juliushalle angebaut ist, noch nicht geklärt ist.

„Aber das können wir mit der Stadt sicher vernünftig besprechen, wenn das Thema konkreter wird“, meint der BG-Vorsitzende, denn: „Ein Vereinsheim ohne angrenzende Halle – das macht ja keinen Sinn.“

BV Hervest baut auf konstruktive Gespräche

Auf konstruktive Gespräche mit der Verwaltung baut auch Christa Di Bari, die Vorsitzende des Badminton-Vereins Hervest-Dorsten. Der BVH ist in der Josefhalle zuhause, die laut Sporthallen-Strategie der Stadt abgerissen und durch einen Neubau an der Augustaschule ersetzt werden soll.

„Wir hoffen natürlich, dass wir unsere Trainingszeiten behalten können. Aber wir brauchen auch weiter abschließbare Räume für unser Equipment“, sagte Di Bari am Dienstag: „Es wäre wichtig, im Vorfeld Gespräche zu führen, denn auch bei Aufbau und Spannung der Netze gibt es heute viel modernere Systeme, als wir sie in der Josefhalle haben.“

Gespräche, die die Stadt sicher führen wird – wenn der Rat am Mittwoch erst den Startschuss für die Umsetzung der Strategie gibt.

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Der Rat der Stadt Dorsten tagt heute ab 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses, Halterner Str. 5.

Die Sporthallen-Strategie der Stadt finden Sie auf der Homepage der Stadt unter dem Button „Ratsinformationssystem“, 56. Sitzung des Rates, Tagesordnungspunkt 13, beigefügte Anlage zur Vorlage 389/19.

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