Diesen Clubs beschert der Saisonabbruch den Klassenerhalt

hzFussball

Noch sind die letzten Fragen zur Saison 2019/20 offen. Doch zwei Dorstener Clubs dürfen schon jetzt den Klassenerhalt feiern.

Dorsten

, 02.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seitdem der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) am Donnerstag seine Empfehlung für die Saison 2019/20 abgegeben hat, steht fest: Es wird in dieser Spielzeit keine Absteiger geben. Auch der SV Dorsten-Hardt und der SV Altendorf-Ulfkotte halten damit die Klasse.

Glückwünsche will der Hardter Trainer Martin Stroetzel aber keine annehmen. „Du kannst zwei Mannschaften der Landesliga 4 zum Klassenerhalt gratulieren. Aber der SV Dorsten-Hardt ist keine davon. Wir hätten eh die Klasse gehalten“, sagte Stroetzel im Gespräch mit unserer Redaktion. Als 14. hätten die Hardter bei Fortsetzung der Saison zwei Punkte auf die Nichtabstiegsplätze aufholen müssen.

Überrascht hat den Hardter Trainer die aktuelle Entwicklung nicht: „Ich hatte das schon vermutet.“ An den Planungen für die kommende Saison ändert die FLVW-Empfehlung also nichts. Aber: „Die fangen ja jetzt gerade erst an. Gerade bei der Kaderzusammensetzung haben wir letztes Jahr Fehler gemacht, das müssen wir jetzt ausräumen.“

Wann er mit der neuen Mannschaft auch trainieren kann, mag Martin Stroetzel noch nicht abschätzen: „Das ist die große Frage. Ich denke, das hängt von der Stadt ab und wann sie die Plätze wieder aufmacht. Aber der Fußball wird wohl leider der letzte sein, der wieder anfangen darf.“

Und auch der Beginn der nächsten Saison steht für den Hardter Trainer in den Sternen: „Da beißt sich die Katze ja in den Schwanz: Du kannst ja nicht die eine Saison abbrechen und kurz danach mit der neuen beginnen.“

Jetzt lesen

So wie auf der Hardt bedeutete die FLVW-Empfehlung auch ein paar Kilometer weiter den Klassenerhalt. Der SV Altendorf-Ulfkotte hält damit auch im zweiten Jahr die A-Kreisliga, und das bei einer deutlich schlechteren Ausgangslage als die Hardter. Acht Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze und ein Torverhältnis von 17:101 hätten bei einer Fortsetzung der Spielzeit nicht unbedingt Optimismus verbreitet.

Noch-Trainer Thomas Kreuz lacht deshalb auch, als wir ihm zum Klassenerhalt gratulieren. Doch natürlich freut es ihn trotzdem, dass er sich im Sommer nicht mit einem Abstieg am Gildenweg verabschieden muss. Und ein wenig stolz ist er auch: „Ich bin als Trainer noch nie abgestiegen, und dabei bleibt es erst mal.“

Die Planungen für die kommende Saison hatte beim SVA schon Kreuz‘ Nachfolger Christian Martschat übernommen. In den vergangenen Wochen hatte der Club nicht weniger als acht Neuzugänge vorgestellt. „Wir haben natürlich auch die verschiedenen Szenarien durchgespielt, die sich in den vergangenen Wochen ergeben und abgezeichnet haben“, erklärte Martschat. Mit dem Ergebnis ist der neue Trainer zufrieden: „Wir sind gut aufgestellt. Wir haben gute Leute geholt, die schon A-Liga oder höher gespielt haben.“

Aber wird die dritte Spielzeit in der Kreisliga A nicht eine besonders schwere für den SVA? Immerhin wird es in den größer gewordenen Staffeln mehr Absteiger geben müssen. Doch für Christian Martschat gilt Bange machen nicht: „Jede Saison muss erst einmal gespielt werden. Man hat auch dieses Jahr gesehen, dass einige Mannschaften überrascht haben, denen man das nicht zugetraut hatte. Zwei, drei Neuzugänge können da viel verändern. Es kann eine spannende Geschichte werden.“

Fest steht für den Altendorfer Coach aber: „Wenn es endlich wieder los gehen wird, werden alle Riesenlust auf Fußball haben. Ich freue mich schon drauf.“

Lesen Sie jetzt