Smykacz war Schermbecks verhinderter Matchwinner

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Es war ein Einstand nach Maß für Torjäger Michael Smykacz, der in seinem ersten Heimspiel für den SV Schermbeck zwei Tore schoss. Zum Matchwinner wurde er trotzdem nicht.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 01.03.2020, 19:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga Westfalen

SV Schermbeck - Eintracht Rheine

2:2 (0:1)

Zu Beginn des Spiels saß der Doppel-Torschütze noch auf der Bank. Die Startelf, der Thomas Falkowski das Vertrauen geschenkt hatte, machte ihre Sache in der ersten Viertelstunde sehr gut. Die Schermbecker bauten Druck auf den Tabellenvierten auf, der Mühe hatte, sein Spiel aufzubauen. Viele klare Chancen erspielten sich die Platzherren gegen die starke Rheinenser Abwehr aber nicht. Lediglich Bilal Özkara scheiterte mit einem Schuss aus zwölf Metern.

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SV Schermbeck - Eintracht Rheine

Rheine brauchte nur eine Standardsituation, um in Führung zu gehen. Nach einem Freistoß stand Mirko Janning am zweiten Pfosten frei und schob den Ball über die Linie (17.). Nun kam es zu einem Bruch im Schermbecker Spiel und Hektik verdrängte den planvollen Aufbau.

Da viele Bälle nun bei den Gästen landeten, ergaben sich zwangsläufig Chancen zum 0:2. In der 24. Minute verlor der SVS den Überblick im eigenen Strafraum, brachte dann aber doch irgendwie den Schuss Mirko Jannings aus dem Gefahrenbereich.

Smykacz feiert Traum-Einstand

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Michael Smykacz ins Spiel und feierte einen Traum-Einstand. Es war nicht einmal eine Minute gespielt, da bekam er einen langen Einwurf von Gökhan Turan auf den Fuß. An der linken Strafraumecke ließ er einen Gegenspieler aussteigen und schlenzte die Kugel in den rechten Winkel.

Nach dem Ausgleich kam eigentlich nur noch der SV Schermbeck für den Sieg in Frage. Die erste Möglichkeit hatte Turan, dessen Schuss aber vom Torwart abgewehrt wurde. Dank des großen starken und nun auch vollständigen Kaders konnte Falkowski mit der Einwechslung Kevin Rudolphs und Raphael Niehoffs sogar noch den Druck erhöhen.

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Rheine kam so gut wie gar nicht mehr in die Nähe des Schermbecker Strafraumes. Stattdessen verpasste Dominik Milaszewski die Führung, als er völlig frei aus zehn Metern am Tor vorbei köpfte (79.). Nur zwei Minuten später setzte Smykacz die Kugel knapp über die Latte.

In der 90. Minute schickte Turan Kevin Rudolph rechts auf die Reise. Seine Flanke von rechts erreichte Smykacz, der eiskalt zum 2:1 vollendete. Der Schiedsrichter zeigte aber drei Minuten Nachspielzeit an. Kevin Rudolph hatte Pech, dass der Ball vor der Annahme versprang, sonst hätte er wohl das 3:1 gemacht.

Doch es kam ganz anders. In der 93. Minute bekam Rheine einen Freistoß. Wie schon beim 1:0 bleib der zweite Pfosten unbewacht. Dort wartete Timo Scherping, der das schmeichelhafte 2:2 erzielte.

SVS: Drobe, Mule-Ewald, Zugcic, Milaszewski, Özkara (67. Niehoff), Malte Grumann(82. Habitz) , Steinrötter, Miles Grumann (46. Smykacz), Turan, Patrick Rudolph (67. Kevin Rudolph)), Niewerth

Tore:. 0:1 Janning (17.), 1:1 Smykacz (46.), 2:1 Smykacz (90.), 2:2 Scherping (90.+3)

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