Der SV Schermbeck hat noch Luft nach oben

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Oberligist SV Schermbeck hat das erste Testspiel des Jahres verloren. Andere heimische Teams waren da erfolgreicher.

von Ralf Weihrauch, Andreas Leistner

Schermbeck, Dorsten

, 19.01.2020, 22:00 Uhr / Lesedauer: 5 min

Testspiel

1. FC Bocholt - SV Schermbeck

2:1 (1:0)

Zum Auftakt der Testserie für die Oberliga- Rückrunde hat der SV Schermbeck am Samstag beim Niederrhein-Oberligisten FC Bocholt mit 1:2 verloren. Sicherlich kein Beinbruch, aber es gibt für den SVS noch viel zu tun.

„Wir werden in der übernächsten Wochen noch ein weiteres Testspiel einschieben müssen“, kündigte SVS-Trainer Thomas Falkowski an. Das lag aber weniger daran, dass sein Team schlecht gespielt hatte, sondern eher daran, dass sich das Team wieder neu finden muss.

So war in Bocholt Torjäger Michael Smykacz, der Neuzugang aus Herne, in der zweiten Halbzeit dabei. Er kennt das Schermbecker Spielsystem überhaupt noch nicht. Falkowski macht sich aber keine Sorgen: „Das waren alles nur Kleinigkeiten. Das wird sich bis zum Saisonstart eingespielt haben.“ Bilal Özkara hat nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert. Maik Habitz hat in der Hinrunde überhaupt nicht gespielt und braucht auch noch viel Spielpraxis.

Die Partie in Bocholt begann mit zwei sehr guten Torchancen für den SV Schermbeck. Schon in der ersten Minute tauchte Dominik Milaszewski frei vor dem Bocholter Tor auf, traf aber nur den Außenpfosten. Nach einer Viertelstunde gelang den Gästen ein toller Spielzug über fünf Stationen, doch am Ende setzte Bilal Özkara die Kugel aus zehn Metern über das Tor.

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Bei der Bocholter Führung haben die Schermbecker gehörig mitgeholfen. Nach einem Einwurf für die Falkowski-Elf gab es Abstimmungsprobleme in der Hintermannschaft, die Bocholts Florian Abel zum 1:0 nutzte.

In der Pause wechselte Falkowski sieben Spieler aus und brachte in der Folgezeit auch noch alle anderen Bankspieler in die Partie. Maik Habitz hatte in der 73. Minte Pech, als er ein Eigentor fabrizierte. Fünf Minuten vor dem Ende wurde Dominik Hanemann im Strafraum gefoult. Er verwandelte selbst den Strafstoß zum 1:2-Endergebnis.

Falkowski war nicht böse über die Niederlage: „Ich habe viele Erkenntnisse gewonnen, dafür sind solche Spiele da.“ Am Dienstag tritt der SVS um 18.30 Uhr bei der U23 des FC Schalke 04 an.

SV Horst-Emscher - SV Hardt

0:4 (0:2)

Man muss schon lange zurückdenken, um sich an ein Hardter Spiel ohne Gegentor zu erinnern. Trainer Martin Stroetzel machte zwei Gründe dafür aus: „Die Mannschaft ist nun durch die Trainingseinheiten schon etwas fitter als vor Weihnachten. Zudem hat Leon Einhaus die Hintermannschaft sehr gut zusammengehalten.“

Einen guten Einstand feierte auch Jan Lukas Husmann auf der linken Außenbahn. Der Neuzugang vom Westfalenligisten TuS Sinsen sorgte für viel Gefahr und bereitete in der zweiten Halbzeit auch zwei Tore vor. Auch mit der Leistung des A-Jugendlichen Jan Braun waren Martin Stroetzel und sein Co-Trainer Tunahan Terzi am Sonntag sehr zufrieden.

Für das erste Tor war ein alter Routinier verantwortlich. Jannis Scheuch überwandt den Horster Keeper mit einem schönen Heber in der 18. Minute. Nur fünf Minuten später brachte Alex Breforth eine Flanke vor das Horster Tor, und der Ball wurde zum 2:0 abgefälscht.

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Die Stroetzel-Kicker erwischten einen tollen Start in den zweiten Durchgang. Jan Luka Husmann kam über die linke Seite, brachte den Ball vor das Tor, wo Johannes Liesenklas den Ball zum 3:0 verwertete. Husmann war es auch, der acht Minuten später das 4:0 durch Tim Wellers vorbereitete.

Das war natürlich ein toller Auftakt für die Hardter, allerdings auch nicht großartig anders als im letzten Jahr. Da gewannen die Hardter auch etliche Testspiele, ließen dann aber in der Meisterschaft aus diversen Gründen erheblich nach und sackten deutlich ab. Das soll in diesem Jahr anders werden.

RW Deuten - Viktoria Resse

5:1 (2:0)

Am vergangenen Dienstag war der erste Test unter freiem Himmel für die Rot-Weißen noch ziemlich daneben gegangen. Bei der DJK Adler Union Frintrop, einem Bezirksligisten aus Essen, waren die Deutener mit 1:5 unter die Räder gekommen. Zur Pause hieß es bereits 3:0 für die Gastgeber, die nach dem Seitenwechsel bis auf 5:0 davon zogen, ehe Moritz Noetzel zumindest noch der Ehrentreffer gelang (87.).

Diese Pleite wollten die Spieler offenbar nicht auf sich sitzen lassen und zeigten am Sonntag beim Heimspiel gegen Viktoria Resse ein anderes Gesicht.

Diesmal waren es die Deutener, die bis zur Pause durch Moritz Noetzel (20.) sowie Nils Falkenstein (34.) ein 2:0 vorlegten. Falkenstein erhöhte kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit auf 3:0 (53.), danach war dann wieder Noetzel mit dem 4:0 zur Stelle (71.).

Resse, in der Landesliga 3 aktuell Vierzehnter und abstiegsbedroht, kam zwar noch zum 4:1 (75.). Kurz vor dem Abpfiff stellte Moritz Noetzel den Vier-Tore-Abstand aber wieder her (88.).

Kurztrainingslager

Am kommenden Wochenende hat Trainer Frank Frye nun ausgiebig Gelegenheit, weiter an der Form seiner Mannschaft zu feilen. Bei einem zweitägigen Kurztrainingslager tritt Deuten am Samstag (25. Januar) zuhause um 14.30 Uhr gegen BW Westfalia Langenbochum an. Am Sonntag folgt dann um 15 Uhr eine weitere Partie gegen die Spvgg. Sterkrade 06/07, den Vierzehnten der Bezirksliga 5.

TSV Raesfeld - TuB Mussum 0:0

Torlos endete der erste Test der Raesfelder am Samstag. Spielertrainer Andreas Ostgathe ging es dabei vor allem darum, allen Akteuren Spielminuten zu gönnen. In der Halbzeitpause wechselte er nicht weniger als sieben Mal.

So lief in der Offensive noch nicht alles zusammen. Trotzdem lieferte der Test erste gute Erkenntnisse.

SVS II - Vestia Disteln 3:2

Ilkay Kara war beim SVS in diesem Test der Mann des Tages. Zunächst glich er die Führung des Hertener bezirksligisten (53.) aus (63.), dann brachte er sein Team 2:1 in Führung (83.), und als Disteln noch zum späten 2:2 kam (88.), schnappte sich der SVS-Routinier an der Mittellinie den Ball und hielt aus 45 Metern Torentfernung einfach noch mal drauf – mit Erfolg.

Der Ball segelte über den überraschten Distelner Keeper hinweg zum 3:2-Siegtreffer ins Netz (89.).

SSV Rhade - BW Wulfen 2:2

In der ersten Halbzeit bestimmten die Wulfener die Partie, ließen Ball und Gegner laufen und gingen durch Stanislav Ziegler (8. und 10.) verdient in Führung. Zur Pause wechselte Trainer Daniel Schikora dann munter durch, was dem Wulfener Spielfluss nicht gut tat. „Da haben wir uns schwerer getan“, meinte Schikora mit Blick auf die sich häufenden Fehlpässe. Rhade kam durch Leonard Klein (50. und 72.) zum Ausgleich. Den möglichen Wulfener Sieg vergab Ziegler bei einem Pfostenschuss und einer weiteren Großchance.

Rhades Trainer Martin Trockel sah es ähnlich: „Wulfen hat uns zu Beginn schon ordentlich unter Druck gesetzt. Da hätten wir uns etwas cleverer freispielen müssen. In der zweiten Halbzeit fanden wir uns aber besser zurecht. Der Ausgleich ging deshalb in Ordnung. Es war ein typischer erster Test. Ich habe einiges ausprobiert und gesehen. Deshalb bin ich zufrieden.“

TuS Gahlen II - RW Dorsten 3:0

Nur zu elft traten die Dorstener bei der Reserve des TuS Gahlen an. Als sich ein Akteur verletzte, mussten die Gäste die letzten zehn Minuten sogar zu zehnt bestreiten. Daran lag es aber nicht allein, dass B-Ligist Gahlen einen ungefährdeten Erfolg feierte. „Der hätte eigentlich sogar noch höher ausfallen müssen“, meinte TuS-Trainer Michael Braun. So trafen nur Nick Geislinger (45.), Arturs Nikitins (61.) und Carl Krake (89.).

Vestia Disteln II - BVH 0:3

„Für den ersten Aufgalopp war das schon sehr ordentlich“, sagte BVH-Trainer Arek Knura: „Disteln ist immerhin Fünfter der A-Liga 2 Recklinghausen, die haben schon ein paar gute Leute.“ Sein Team habe aber 90 Minuten lang dominiert und daher hochverdient gewonnen. Simon Wilkes (19.), Max Krauel (72.) und Sammy Katnik (88.) machten die BVH-Tore.

SuS Hervest - Falke GE 5:0

Mit dem B-Ligisten aus Gelsenkirchen hatten die Hervester am Sonntag keine Probleme. Marvin Lapsien (17.) und Nils Niemeyer (20.) sorgten mit einem frühen Doppelschlag für eine 2:0-Führung. Lapsien traf noch vor der Pause zum 3:0 (35.). Nach dem Seitenwechsel stellten Nick Seibt (60.) und Ahmet Yesilmen (87.) den 5

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