SV Schermbeck und RW Deuten mussten ins Elfmeterschießen - Torhüter avancierten zu Helden

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Der Oberligist SV Schermbeck und der Westfalenligist RW Deuten taten sich richtig schwer im Kreispokal. Nach zwei späten Toren mussten beide ins Elfmeterschießen.

Schermbeck, Wulfen-Barkenberg, Wulfen

, 15.09.2020, 22:10 Uhr / Lesedauer: 3 min

Dorstens von der Spielklasse ausgehend besten Fußballteams taten sich als Favoriten im Kreispokal verdammt schwer. Der SV Schermbeck und RW Deuten mussten beide bis ins Elfmeterschießen. Der SV Hardt hatte gegen BW Wulfen mächtig Glück.

SV Schermbeck: „Das tut uns weh“

Im ersten Spiel seit mehr als zwei Wochen taten sich die Oberliga-Fußballer des SV Schermbeck im Kreispokal gegen den Bezirksligisten Adler Weseke ziemlich schwer. Die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen.

Kreispokal, 2. Runde

Adler Weseke - SVS

6:7 n.E. (2:2, 0:1)

Als Maik Habitz den SV Schermbeck in der 45. Minute in Führung brachte, schien alles nach einer entspannten Schermbecker Auswärtsfahrt nach Weseke. Vor allem, weil der Oberligist besonders nach der Pause den Bezirksligisten in der eigenen Hälfte einschnürte. Doch zwingend wurden die Schermbecker vor dem Tor nicht.

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Das rächte sich in der 73. Minute. Jens Wellermann glich wie aus dem Nichts aus. Ein Freistoß kurz hinter der Mittellinie flog in den Strafraum. Die Schermbecker Abwehr war nicht aufmerksam. Wellermann kam an den Ball und schloss zum Ausgleich ab. Als Habitz nur drei Minuten später zudem mit gelb-rot vom Platz flog, wurden die Sorgenfalten von SVS-Coach Sleiman Salha noch größer. „Das tut uns weh, weil Maik dadurch in der Liga gegen Ennepetal fehlt.“

Gesichter des SVS entspannten sich nicht lange

Die große Chance auf den erneuten Führungstreffer hatte dann aber doch Schermbeck. Doch Michael Smykacz vergab das Ding (86.). Als sich schon alle auf das Elfmeterschießen einstellten, traf der Stürmer dann doch noch (90.). Die Schermbecker Gesichter entspannten sich langsam.

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Nur nicht lange. Der SVS war sich wohl zu sicher. Nur eine Minute später glich Krystan Neumann wiederum aus. Also ging es doch ins Elfmeterschießen. Dort hielt Torwart Cedric Drobe mit dem fünften Weseker Schuss den Schermbecker Sieg aber doch noch fest. „Es war ein typisches Pokalspiel“, sagte SVS-Trainer Salha.

GW Barkenberg und RW Deuten: „Ein super geiles Spiel“

Kreispokal, 3. Runde

Barkenberg - Deuten 5:6 n.E. (2:2; 0:0)

„Wir haben ein super geiles Spiel gemacht.“ Barkenbergs Trainer Frank Hofmann war stolz auf seine Mannschaft. Vor dem Spiel hätte er sich nicht einmal ausgerechnet, es überhaupt ins Elfmeterschießen zu schaffen. Bis kurz vor Schluss führte der B-Kreisligist dann sogar mit 2:1 nach Toren von Kubilay Emre Erken (48.) und Maurice Schetter (75.).

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Erst fünf Minuten vor dem Abpfiff glich Arthur Fell für den Westfalenligisten RW Deuten aus. Den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte Nils Fabisiak (52.). Der große Favorit zeigte wie schon in der Pokalrunde gegen den SuS Hervest (3:1) keine gute Leistung. Dementsprechend unzufrieden war Trainer Markus Falkenstein: „Wir sind haarscharf an einer Blamage vorbeigeschrammt“.

Torwart Pascal Lehmkuhl war der Held

Erst im Elfmeterschießen konnte sich der große Favorit durchsetzen. Bedanken konnte sich RW Deuten dabei bei seinem Keeper Pascal Lehmkuhl. Der Ersatztorwart durfte − wie schon gegen Hervest − für Stammkeeper Marvin Radüchel zwischen die Pfosten. Drei Elfmeter hielt er. Die Entscheidung schlussendlich erzwang Kieron Ihnen als sechster Deutener Schütze, nachdem GW Barkenberg zuvor seinen sechsten Versuch vergab.

BW Wulfen und SV Hardt: „Kein verdienter Sieger“

Kreispokal, 3. Runde
BW Wulfen - SV Hardt 1:4 (1:2)

„Für mich ist der Sieger heute kein verdienter“, sagte Wulfens Trainer Daniel Schikora. Der A-Kreisligist setzte vor allem nach der Pause den Landesligisten richtig unter Druck und hörte auch nach dem 1:4 nicht auf. Das Glück war aber nicht auf Wulfener Seite. So fasste auch Hardts Trainer Martin Stroetzel zusammen: „Wir hatten heute sicherlich das Quäntchen Glück. Wulfen ist ein sehr guter Kreisligist und hat uns das Leben schwer gemacht.“

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Nach 16 Minuten brachte Danny Lützner Wulfen in Führung. Muhamet Attris (20.) und Jannis Scheuch aus einer stark abseitsverdächtigen Position (45.) drehten das Spiel noch vor der Pause. Daniel Moritz nach einem missglückten Rückpass (65.) und Ismet Talha Kaynak (67.) sorgten mit einem Doppelschlag für den Endstand.

Wulfen hatte viele Chancen für den Ausgleich

Bitter für die Wulfener: In der Phase zwischen der 46. Minute und dem 1:3 hatten sie mehrmals Pech im Abschluss. Mal war das Aluminium im Weg, dann parierte Hardts Torwart Stefan Schröder stark. Als Nico Genieser zudem um die 60. Minute herum für alle hörbar im Strafraum gefoult wurde, blieb der Elfmeterpfiff aus.

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