SVS-Physiotherapeut trifft auf seinen Verein – spielen wird er eher nicht

hzFußball: Kreispokal

Wenn der BVH Dorsten im Kreispokal auf den Oberligisten SV Schermbeck trifft, ist es für einen ein ganz besonderes Spiel.

von Niklas Berkel

Holsterhausen

, 29.08.2019, 05:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hoffnungen macht sich der Fußball-Kreisligist BVH Dorsten vor dem Pokalspiel gegen den SV Schermbeck keine. Für einen wird es aber eine besondere Begegnung, denn unter der SVS-Jacke schlägt ein BVH-Herz.

Kreispokal, Achtelfinale

BVH - SVS

Do., 19.30h, Waldstr. 42, 46284 Dorsten

Kim Welter ist bereits 40 Jahre alt, am Wochenende stand er für den BVH Dorsten bei der Altliga-Stadtmeisterschaft auf dem Platz. Für die Kreisliga-Herren ist er immer noch im Einsatz. Doch sein Engagement schraubt er zurück. Der Grund: Seine Tätigkeit als Physiotherapeut beim Oberligisten SV Schermbeck. Sonntags kann er in der Liga deshalb kaum noch selber auflaufen.

BVH hat Personalnot

Am Abend treffen seine beiden Teams im Achtelfinale des Kreispokals direkt aufeinander. Da bietet es sich ja an, für den BVH zu spielen, und gleichzeitig die Spieler des SVS versorgen zu können. „Das kommt aber eher nicht in Frage“, sagt Welter lachend. „Die Gefahr ist einfach da, dass ich jemanden verletzten könnte. Das heißt, ich gehe nicht richtig in die Zweikämpfe. Und die Schermbecker andersherum auch nicht.“ Für seinen Trainer Arek Knura war er aber eine Option. „Arek hat gefragt, ob ich spiele, weil er ein wenig Personalnot hat“, sagt Welter.

Knura rechnet sich nicht viel aus. „Meine jungen Spieler sollen viel lernen. Wir haben eigentlich keine Chance.“ Schermbecks Trainer Thomas Falkowski ist das nur recht: „Wir wollen und müssen Weiterkommen. Da gibt es keine Ausreden.“

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