Trotz Startschwierigkeiten: Egon Kleine-Homann gewinnt zwei Bronzemedaillen bei der EM

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Am Anfang der Wettkämpfe in Caorle und Jesolo bei Venedig hatte der Dorstener Egon Kleine-Homann mit vielen Problemen zu kämpfen. Am Ende konnte er aber dennoch zufrieden sein.

von Niklas Berkel

Dorsten

, 17.09.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zweimal Bronze bei der Europameisterschaft: Für den Dorstener Senioren Egon Kleine-Homann verlief die Senioren-Europameisterschaft in Caorle und Jesolo bei Venedig mehr als erfolgreich.

Nach einer erfolgreichen EM sah es zunächst nicht aus

Zunächst lief es für Kleine-Homann jedoch in Jesolo überhaupt nicht gut. Beim 400-Meter-Lauf durfte keiner der Athleten das Feld vorher betreten. Kleine-Homann hatte also keine Möglichkeit, sich vorher warzumachen. Daher lief er nur als Staffelersatzmann auf. Auch im Kugelstoßen lief es für den 100-Kilogramm-Athleten nicht gut. Denn nach dem 400-Meter-Lauf bliebt kaum Zeit, zu regenerieren. Seine Muskeln übersäuerten, als er sich warmstoßen wollte. Eine gute Weite wäre nicht möglich gewesen.

Dann jedoch zogen Gewitter auf, der Wettkampf wurde unterbrochen. Das Warten im Callraum schien endlos. Dann raffte sich Kleine-Homann wieder auf, der Wettkampf sollte weitergehen. Doch nichts da: das Gewitter kam wieder. Die Unterbrechung dauerte rund eine Stunde an. Und auch der nächste Versuch, den Titelträger im Kugelstoßen zu ermitteln, scheiterte. Ein drittes Gewitter zog auf. Ein österreichischer Athlet räumte den Platz. "Das muss ich mir nicht antun", rief er in die Runde.

Gewitter zogen ab

Dann jedoch zogen die Gewitter ab. Der Wettkampf konnte - endlich - beginnen. Ein kräftiger Lette setzte sich Knapp vor einem schmächtigen Polen durch. Und knapp dahinter: Der Dorstener Athlet Kleine-Homann. Mit einer Weite von 10,68 Metern gewann er seine erste Bronzemedaille bei der Senioren-Europameisterschaft.

Als es für den Dorstener dann in Caorle am nächsten Tag weiterging, war das Wetter wie ausgewechselt. Strahlend blauer Himmel und um die 25 Grad erleuchteten das Stadion. Für den Leichtathleten Kleine-Homann waren das "optimale Bedingungen". Die Disziplin, in der er antrat, war Speerwurf. Mit dem 500 Gramm schweren Speer trat er in der Altersklasse M75 an. Nach drei Würfen im Vorkampf führte Kleine-Homann das Feld an. Er warf 33,65 Meter weit.

Zum Titel reichte es knapp nicht

Doch ganz zum Titel reichte es am Ende nicht. Denn im Endkampf war Reinhold Keller am Ende einen Ticken besser. Er warf knapp über 35 Meter und krönte sich damit zum Europameister. Jordan Geling war ebenfalls ein paar Zentimeter besser als der Dorstener. Egon Kleine-Homann sicherte sich aber mit einen Wurf wieder über 33 Meter den dritten Platz und damit die zweite Bronzemedaille bei der Europameisterschaft.

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