„Wir können stolz auf uns sein": RW Deuten scheitert im Westfalenpokal trotz Überzahl

hzFußball: Westfalenpokal

Landesligist RW Deuten scheiterte im Westfalenpokal an Preußen Espelkamp. Trotz 80-minütiger Überzahl und zwei richtig großen Chancen blieb die Elf von Trainer Frank Frye torlos.

von Niklas Berkel

Deuten

, 04.08.2019, 19:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das war ein kurzes Abenteuer für den Fußball-Landesligisten im höchsten Pokalwettberwerb Westfalens. Gegen den Favoriten Preußen Espelkamp hielten die Rot-Weißen aber nicht nur gut mit. Nein, sie hatten den Sieg eigentlich verdient. Doch trotz zweier Elfmeter blieben die Deutener tor- und sieglos.

1. Runde Westfalenpokal

Pr. Espelkamp - RW Deuten

1:0 (0:0)

„Wir können stolz auf uns sein.“ Deutens Trainer Frank Frye war nach dem Spiel ob der Leistung seiner Elf angetan. Doch im ersten Augenblick nach dem Spiel beherrschte Enttäuschung die Gesichter der Rot-Weißen. Die Chance war da auf die zweite Runde im Westfalenpokal − und damit die Hoffnung auf große Gegner wie der Drittligist Preußen Münster.

„Die haben nur Vertragsamateure."
Frank Frye, Trainer RW Deuten

Deuten fokussierte sich auf das Spiel gegen den Ball. Espelkamp ist ein äußerst ambitionierter Landesligist, will so schnell wie möglich in die Oberliga aufsteigen. „Die haben nur Vertragsamateure“, sagte Trainer Frye. „In dieser Info sieht man, wie viel Geld die da reinstecken.“ Aber die Gäste pressten trotz einer Anreise von 180 Kilometer gut. Und plötzlich waren sie ein Mann mehr, nachdem Preußens Toni Islamaj nach einem Handspiel die Rote Karte sah (12.).

Nun übernahmen die Gäste das Kommando. „Wobei ich nicht weiß, ob uns das entgegen kam“, sagte Frye. Espelkamp verschanzte sich nun im 4-4-1-System hinter der Mittellinie und machte die Räume eng. Doch ein paar Mal kam Deuten gut durch. Doch in diesem Momenten war Nino Vom Hofe im Tor der Gastgeber zur Stelle. „Einer der Schlüsselspieler Espelkamps“, sagte Frye nach dem Spiel. „Das war mal ein richtig guter Torwart.“

„Wir können stolz auf uns sein": RW Deuten scheitert im Westfalenpokal trotz Überzahl

Nils Falkenstein (Nr. 19) scheiterte mit dem ersten Deutener Elfmeter an Torwart Nino Vom Hofe. Dennis Hubert (Nr. 4) verschoss nur wenige Minuten später den zweiten Deutener Elfmeter. © Alexander Grohmann

Der parierte auch eine der zwei größten Deutener Chancen. In der 60. Minute bekamen die Rot-Weißen einen Elfmeter zugesprochen. Nils Falkenstein scheiterte an Vom Hofe. Doch Deuten brauchte sich nicht lange von dem Schock zu erholen: Bereits sechs Minuten gab es den zweiten Elfmeter. Diesmal nahm sich Dennis Hubert der Sache an − und schoss meterweit über den Kasten.

„Wir können stolz auf uns sein": RW Deuten scheitert im Westfalenpokal trotz Überzahl

Deutens Keeper Marvin Radüchel streckt sich vergeblich: Stefan Langemann köpfte zum 1:0 ein. © Alexander Grohmann

„Da war uns außen klar“, sagte Frye, „dass wir dafür noch bestraft werden.“ Und so kam es dann auch: In der 90 Minuten kamen die Gastgeber noch einmal nach vorne und Stefan Langemann köpfte zum späten 1:0 ein.

Die Enttäuschung der Deutener war riesengroß. Doch bereits wenige Minuten später wich diese dem Stolz auf die gezeigte Leistung. „Wir haben uns hier überragend präsentiert“, sagte Trainer Frye. „Doch auf der anderen Seite müssen wir uns auch vorwerfen, unsere Chancen nicht genutzt zu haben. Dann wären wir noch im Wettbewerb.“

RWD: Radüchel; Hubert, Goeke, J. Goeke, Swiatkowski (70. Deckers), Noetzel, Mertens (83. Vengels), Fabisiak (80. Werner), Frasheri (46. Arifaj), Falkenstein, Lachs

Tore: 1:0 Langemann (90.).

Bes. Vorkomnisse: Rot gegen Toni Islamaj (Espelkamp, 12.); Nils Falkenstein (60.) und Dennis Hubert (66.) verschießen je einen Elfmeter für Deuten

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