„Wir müssten eigentlich alle Kopfschmerzen haben“: SV Hardt holt zweiten Dreier

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Gegen Vorwärts Wettringen kam der SV Dorsten-Hardt mit einem Stilmittel des Gegners besser zurecht als noch im Auftaktspiel gegen Westfalia Gemen.

Hardt

, 20.09.2020, 18:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen verdienten Sieg erkämpften sich die Landesliga-Fußballer des SV Dorsten-Hardt in ihrer Auswärtspartie bei Vorwärts Wettringen. Mit einer Sache kamen sie besser klar als noch bei der Auftaktniederlage gegen Westfalia Gemen.

Landesliga 4

Vorw. Wettringen - SV Hardt

0:3 (0:2)

Der Hardter Trainer Martin Stroetzel fasste nach dem Spiel zusammen: „In der Anfangsphase wollte der Gegner noch mitspielen. Nach dem frühen 0:2-Rückstand beschränkte sich Wettringen jedoch darauf, nur noch lange Bälle nach vorn zu schlagen. Die wurden aber alle aus der Gefahrenzone ‚rausgeköpft – wir müssten eigentlich alle Kopfschmerzen haben.“

Schwer bespielbar war der knochenharte Rasen im Wettringer Stadion. Die groß gewachsenen Platzherren wollten zunächst mitspielen, wurden aber schon früh dafür bestraft. Sandro Poch leistete die Vorarbeit über rechts und legte zurück auf Jannis Scheuch, der aus 16 Metern ins linke Toreck zur 1:0-Führung für den SV Hardt traf (6.). Und erneut war Poch wenig später auf der rechten Seite unterwegs, seinem Rückpass lief Alexander Brefort entgegen und erzielte das 2:0 aus Hardter Sicht (9.).

Taktische Marschrichtung: „Nur noch lange Bälle“

Angesichts des frühen Rückstandes gab Vorwärts-Trainer Patrick Wensing die taktische Marschrichtung aus, nur noch lange Bälle nach vorn zu spielen. Damit wurden die Hardter nach der schlechten Erfahrung bei der Auftakt-Niederlage in Gemen aber nun wesentlich besser fertig und bereinigten die Gefahrensituationen in einer souveränen Abwehr.

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Nur zu einer echten Toraktion kamen die Gastgeber so auch erst kurz vor der Pause, köpften den Ball jedoch über das Gehäuse des Hardter Keepers Stefan Schröder, der einen mehr als ruhigen Sonntag verlebte und im Verlaufe des Spiels nicht geprüft wurde. Mit der 2:0-Führung aus Hardter Sicht ging es so auch in die Pause.

Kurz nach dem Seitenwechsel ließ Daniel Moritz das Leder durchlaufen und Brefort schob zum vermeintlichen 3:0 für die Hardter ein, der Unparteiische gab den Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung Abseitsstellung jedoch nicht (46.). Das wäre die frühe Vorentscheidung gewesen. Doch nun wurden die Platzherren stärker und erhöhten den Druck. Weiter stand die Hardter Verteidigung aber sicher und ließ konsequent nichts zu.

Daniel Moritz war zur Stelle

Nach rund 20 Minuten hatten die Hardter Spiel und Gegner aber wieder im Griff. Die endgültige Entscheidung leitete dann in Minute 85 Scheuch ein, nach dessen Lupfer über den gegenerischen Torwart hinweg das Leder von der Querlatte abprallte und wieder ins Feld sprang. Daniel Moritz war aber zur Stelle und köpfte den Ball zum 3:0-Endstand aus Hardter Sicht ein.

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Stroetzel: „Das Spiel war sehr gewöhnungsbedürftig. Aber wir haben gelernt, das was der Gegner anbietet, auch zu verteidigen.“ Und ergänzte: „Auf die langen Bälle war die Mannschaft im Gegensatz zu Gemen eingestellt und hat gut verteidigt.“

SV Hardt: Schröder; Husmann (23. Attris), Einhaus, Diericks, Poch, Jansen, Risthaus (78. Beisenbusch), Vennemann, Moritz (88. Novak), Scheuch (85. Lensing), Brefort.

Tore: 0:1 (6.) Scheuch, 0:2 (9.) Brefort, 0:3 (85.) Moritz.

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