Nolte und Mueller verlassen Deuten mit lachendem und weinendem Auge

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Nico Mueller und Lukas Nolte verlassen nach fast einem Jahrzehnt den Fußball-Landesligisten RW Deuten. Im großen Abschiedsinterview erklären sie ihre Entscheidung.

Deuten

, 14.04.2020, 12:17 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nach fast einem Jahrzehnt bei RW Deuten – sie waren mitverantwortlich für das erfolgreichste Jahrzehnt am Bahndamm – verlassen Nico Mueller und Lukas Nolte den Landesligisten. Im Interview erzählen sie, warum sie den Verein verlassen und welche Momente ihnen in Erinnerung geblieben sind.

Warum zieht es euch nach so vielen Jahren aus Deuten weg?

Nolte: Wir haben jetzt fast ein Jahrzehnt in Deuten gespielt. Irgendwann kommt die Zeit, da braucht man einen Tapetenwechsel, um neuen Ehrgeiz zu entwickeln.

Mueller: Berufsbedingt wird sich in nächster Zeit einiges bei mir ändern, worüber ich mir sehr lange Gedanken gemacht habe. Letztendlich bin ich zum Entschluss gekommen, Deuten zu verlassen.

Nico Mueller, RW Deuten

Auf Nico Mueller (l.) war in der Deutener Defensive stets Verlass. Jetzt sucht er in Heiden eine neue Herausforderung. © Joachim Lücke

Ihr hättet die Möglichkeit gehabt, in Dorsten zu bleiben. Warum geht es nach Heiden?

Nolte: Mit Sicherheit gibt es in Dorsten noch viele Möglichkeiten, guten Fußball zu spielen. Nico und ich haben nach einer neuen Herausforderung gesucht und dann hatten wir Michael Hellekamp, der als Trainer nach Heiden geht, am Telefon. Heiden ist ein gut geführter Verein, der sportlich und menschlich zu uns passt.

Mueller: Definitiv bestand die Möglichkeit weiterhin hier in Dorsten Fußball zu spielen. Allerdings war ich vom Gesamtpaket Heiden am meisten überzeugt. Die Telefonate mit Helle und Gespräche vor Ort haben mir das Gefühl gegeben, dass ich dort gut aufgehoben bin.

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Welchen Einfluss hatte Michael Hellekamp und die jeweilige Entscheidung des anderen auf den Wechsel?

Nolte: Natürlich spielt Helle eine Rolle für den Wechsel nach Heiden. Er kennt uns sehr gut aus vergangenen Zeiten, in denen wir erfolgreich zusammengearbeitet haben. Außerdem sind Nico und ich gute Freunde, sodass klar war, dass wir weiter zusammenspielen wollen.

Mueller: Natürlich haben Helle und Lukas einen erheblichen Anteil daran, dass ich nach Heiden wechsele. Mittlerweile spiele ich schon seit der E-Jugend mit Lukas aktiv Fußball und auch in der Freizeit unternehmen wir viel zusammen. Nachdem wir uns entschieden haben, Deuten zu verlassen, war es klar, dass wir auch weiterhin zusammen Fußball spielen werden. Helle weiß genau, was wir beide können und außerdem hatten wir eine gute Zeit unter ihm. Leider ist es uns damals nicht gelungen, aufzusteigen.

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Nach so vielen Jahren in Rot-Weiß: Wie schwer tut ihr euch bei so einem Abschied?

Nolte: Naja, man verlässt den Verein mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es war größtenteils eine sehr schöne Zeit in Deuten, an die ich mich gerne erinnere. Letztendlich überwiegt aber die Vorfreude auf das Kennenlernen neuer Leute in Heiden und der Spaß am Fußball.

Mueller: Natürlich tut es einem schon weh, den Verein zu verlassen, mit dem man über Jahre guten Fußball gespielt hat.

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Ärgert ihr euch darüber, dass euch wahrscheinlich kein richtiger Abschied vergönnt ist aufgrund der Coronavirus-Krise?

Nolte: Im Moment wissen wir leider nicht, wie die Saison weiter geht. Den Abschied werden wir mit Sicherheit mit der Mannschaft und auch den anderen Abgängen angemessen feiern.

Mueller: Es ist schwierig zu sagen, wie lange diese Pandemie noch anhält. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass nach all dem ein Zeitpunkt gefunden wird, um sich richtig zu verabschieden.

Was werdet ihr in Deuten vermissen?

Nolte: Natürlich die schöne Anlage, die Jungs und die netten Leute.

Mueller: Die super Anlage, die Mannschaft sowie die Leute drumherum, die so viel für den Verein tun und diesen dahin gebracht haben, wo er jetzt steht.

Welche Highlights bleiben euch im Kopf hängen, wenn ihr an eure Zeit in Deuten denkt?

Nolte: Es gibt viele tolle Momente, die in zehn Jahren passieren. Im Kopf bleiben die ersten Stadtmeistertitel, Relegationen und Aufstiege, aber auch sämtliche Kabinengeschichten und Abschlussfahrten.

Mueller: Es sind schon einige Highlights, die hängen bleiben, wie beispielsweise die Stadtmeisterschaftstitel und Aufstiege. Allerdings war mein absolutes Highlight der erste Aufstieg in die Landesliga. Dieser war nach der schweren Relegation nur umso schöner.

Lukas und Nico, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen weiter viel Erfolg!.

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