Nach desolater Leistung: U23 des BVB schaltet von Moll auf Dur

Fussball-Regionalliga

Nach der desolaten Niederlage gegen den SV Lippstadt, ist die U23 von Borussia Dortmund nun auf Wiedergutmachungs-Tour: am Samstag beim Bonner SC. Das Bestreben für die nächsten Wochen ist klar.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 18.10.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach desolater Leistung: U23 des BVB schaltet von Moll auf Dur

Mike Tullberg will in den nächsten Wochen von Spiel zu Spiel schauen. © Bielefeld

Die Moll-Stimmung, die auf den dürftigen 1:2-Vortrag gegen den SV Lippstadt gefolgt war, sie hielt nicht lange an. Gewiss, sagt BVB-II-Fußballlehrer Mike Tullberg, sei die letzte Leistung „enttäuschend gewesen“, zuvorderst die zwanzig Minuten am Schluss, in denen es der Dortmunder U23-Garde an der passenden Körpersprache mangelte.

Dieser schwache Auftritt sei allerdings aufgearbeitet worden – und das Binnenklima weiterhin gut. Abhaken, weitermachen lautet die Losung vor dem Duell beim Bonner SC (Samstag, 14.30 Uhr). Mehr bleibt dieser jungen Delegation ja auch nicht übrig.

Fünf Ligaspiele hat sie sich für die nächsten zwei Wochen in den Kalender geschrieben. Ob jenes gegen die von der Insolvenz bedrohte SG Wattenscheid wirklich stattfinden kann, entscheidet sich zwar noch. Egal, ob das Bemühen final erfolgreich ist oder nicht, eröffnet sich jedoch die Chance, „in kurzer Zeit viele Punkte zu holen“, sagt Tullberg.

Aktuell liegt seine Belegschaft bei 1,6 Zählern pro Spiel. Ein Zustand, der nicht für Jubelstürme sorgt, allerdings solide ist – und in den kommenden Tagen ausgebaut werden kann.

Die Personalsituation sieht nicht rosig aus - ein Profi ist wohl dabei

Tullberg hat „keine Lust, andauernd auf die Tabelle zu gucken“ und will in diesen arbeitsintensiven 14 Tagen lediglich „von Spiel zu Spiel schauen“. Jeder aus seinem jungen Kollegium werde da gebraucht, so der 33-Jährige, der zuletzt verletzungsbedingt mit nur 14 Feldspielern üben konnte, aber womöglich auf Unterstützung aus Dortmunds Elite-Belegschaft bauen darf.

Dass der 19-jährige Techniker Tobias Raschl für die Dienstreise nach Bonn erneut von den Profis ausgeliehen und dann im Mittelfeldzentrum aufgeboten wird, ist gut möglich; er selbst äußerte sich kürzlich zuversichtlich im Gespräch mit dieser Redaktion.

BVB U23 will den neunten Platz verlassen

In Bonn indes steht erneut eine Aufgabe an, die nur dann zu bestehen ist, wenn das spielstarke BVB-Kollegium auch das kämpferische Stilmittel präsentiert; die Disziplin also, die dem feingliedrigen Raschl (noch) nicht ins Portfolio zu schreiben ist. „Der Platz in Bonn ist nicht so gut, der Gegner kommt über Entschlossenheit und Wucht“, sagt Tullberg. „Ihnen wird die Art und Weise ihres Spiels wohl relativ egal sein. Hauptsache, sie haben die drei Punkte am Ende.“

Ein Ansatz, der den Gegner von der Borussia unterscheidet, wenngleich der Däne betont: „Wir wollen uns zwar stetig verbessern, aber natürlich auch die Punkte holen.“ Ein Arbeitssieg also wird zunächst mal niemanden vergrätzen, will die U23 doch zügig den neunten Platz verlassen – und gut in die Englische(n) Woche(n) starten.

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