2:3 gegen die Sportfreunde Siegen: Das Pech klebt dem ASC 09 Dortmund weiter an den Sohlen

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Der kleine Aufschwung nach dem 2:1-Last-Minute-Sieg in Hamm ist schon wieder dahin. Der ASC verlor sein Heimspiel gegen Siegen mit 2:3 (2:2) – und muss für sein Glück nun sehr hart arbeiten.

Dortmund

, 29.09.2019, 19:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jan Held stand mit gesenktem Kopf in seinem Tor. Der Torhüter, der dem ASC an den ersten sieben Spieltagen mit vielen Paraden immer noch ein Mindestmaß an Hoffnung für eine erneute Saison im oberen Mittefeld erhalten hatte, war ein entscheidender Protagonist der 2:3 (2:2)-Heimniederlage gegen die Sportfreunde Siegen.

Held beweist seine Klasse

Der 26-Jährige hatte auch in diesem Spiel auf dem vom Regen durchtränkten Rasenplatz im Waldstadion seine Klasse bewiesen. Weit in der zweiten Hälfte lief Siegens Sturmtank Jacob Pistor beim Stand von 2:3 allein auf Held zu, der mit einer pantherhaften Reaktion dafür sorgte, dass sein Team noch eine Chance auf den Punktgewinn hatte (66.).

Dass er am Ende trotzdem bedröppelt in seinem Tor lehnte, lag jedoch daran, dass sein Team den Ausgleich nicht mehr erzielte und er sich noch in Halbzeit das 2:2 selbst ins Tor gelegt hatte; „Unser bester Mann in dieser Saison haut sich das Ding selbst rein“, haderte Aplerbecks Sportlicher Leiter Samir Habibovic hinterher auch mit dem angehäuften Pech, das seinem Team in dieser Spielzeit an den Sohlen zu kleben scheint.

Aus 30 Metern in den Giebel

Denn auch der 3:2-Siegtreffer von Andreas Busik kurz nach der Pause war ja keiner, den der Siegener jede Woche schießt: „Der haut den aus 30 Metern in den Giebel“, sagte Habibovic treffend. Wie an einer Schnur gezogen flog die Kugel von Busiks Fuß in den Winkel des von Held gehüteten Tores (49.).

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Der zweite Nackenschlag war am Ende einer zuviel für den ASC, der sich in den übrigen 40 Spielminuten zwar Ballbesitzprozent um Ballbesitzprozent verdiente, aber bis auf eine gute Möglichkeit von Daniel Schaffer (80.) und einem Abseitstor von Maximilian Podehl keine Torgefahr ausstrahlte: „Wir haben im Moment nicht das Selbstverständnis“, analysierte Trainer Daniel Sekic direkt nach dem Spiel, „die Leichtigkeit ist uns abhanden gekommen.“

Wenig Ballbesitz in den ersten 20 Minuten

Schon in der ersten Hälfte hatte man 20 Minuten lang das Gefühl, der ASC spiele als krasser Außenseiter gegen ein Spitzenteam, so sehr überließen die Aplerbecker den Siegener das Feld und den Ball. Geplant war das nicht, „wir wollten eigentlich selbst den Ball haben“, sagte Sekic, „aber Siegen ist eine Truppe, die Fuball spielen will und auch kann.“

Und so ließen die Gäste die Gastgeber bei strömendem Regen laufen – bis Ryo Suzuki eine der ganz wenigen Unachtsamkeiten des starken ASC-Linksverteidigers Florian Rausch nutzte und per Dribbling den Führungstreffer erzielte (20.).

Der ASC dreht auf

Er wirkte, wie ein Schalter, der bewirkte, dass der ASC jetzt auch Fußball spielen durfte. Brümmer schickte Schaffer mit der ersten Offensiv-Aktion überhaupt – 1:1 (21.). Kurz darauf konterte das Sekic-Team die Gäste aus, am Ende einer doppelten Seitenverlagerung drückte Brümmer den Ball zum 2:1 über die Linie (26.).

Es folgte das kuriose Held-Eigentor und die Phase danach, in der ein oben stehender ASC bis zur Pause wohl noch einmal in Führung gegangen wäre, Brümmer, Philipp Rosenkranz per Kopf und Lars Warschewski hatten gute Chancen, „aber wenn du so einen Negativlauf hast“, sagte Sekic, „dann passieren solche Ergebnisse leider.“

ASC: Held - Stuhldreier, Rosenkranz (76. Mujkic), Buckesfeld, Rausch - Brümmer (82. Boekemüller), Schaffer, Stieber (76. Südfeld), Isensee (63. Schneck) - Warschewski, Podehl

Tore: 0:1 Suzuki (20.), 1:1 Schaffer (21.), 2:1 Brümmer (26.), 2:2 Held ET (36.), 2:3 Busik (50.)

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