Absage aus der ersten belgischen Liga: Trotzdem verliert der ASC 09 einen Topspieler

Fußball-Oberliga

Einen neuen Klub hat Paul Stieber noch nicht, trotzdem kann der Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund nicht mehr mit ihm planen. Der Mittelfeldspieler hat andere Pläne.

Dortmund

, 18.07.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Absage aus der ersten belgischen Liga: Trotzdem verliert der ASC 09 einen Topspieler

Paul Stieber wird wohl nicht zum ASC zurückkehren. © Stephan Schuetze

Offiziell verlassen hat Paul Stieber den ASC 09 Dortmund nicht. Er hat auch noch einen laufenden Vertrag für die aktuelle Spielzeit. Trotzdem war er noch nicht einmal beim Training des Fußball-Oberligisten. Trainer Daniel Sekic muss auch in der Zukunft ohne seinen Mittelfeldstrategen planen, der in der vergangenen Spielzeit zu den besten Akteuren der gesamten Liga zählte.

„Der Beste, den ich je trainiert habe“

Unvergessen seine zwei Tore in der Partie gegen den SC Paderborn II, als er erst aus mehr als 50 Metern traf und später einen Ball in den Winkel zirkelte. „Paul ist der beste Spieler, den ich je trainiert habe“, sagte nach der Saison Sekic. Der Coach ist sich auch sicher, dass Stieber, der beim FC Schalke 04 ausgebildet wurde, in den Profifußball gehört.

Und da will er auch hin. Eigentlich war er schon da, erlebte aber einen bitteren Rückschlag. Während der abgelaufenen Spielzeit absolvierte Stieber ein paar Probetrainings beim belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron. Trainer damals: Bernd Stork. Der war begeistert von Stieber und wollte ihn in seinem Kader für die kommende Spielzeit haben. Doch dann verlängerte Stork seinen Vertrag nicht und verließ am Ende der Spielzeit den Klub. So musste Stieber beim neuen Coach Bernd Hollerbach ein zweites Mal vorspielen und fiel durch.

Enttäuschung in Belgien

„Das war sehr bitter für mich. Eigentlich war für mich ja schon klar, dass ich in die erste belgische Liga wechsele. Und dann das“, erklärt Stieber. Er ist weiter auf der Suche nach einem höherklassigen Klub, ein weiteres Probetraining steht auf dem Programm. Wo? „Das will ich nicht verraten.“ Und ist der ASC 09 noch eine Option? „Eher nicht“, sagt Stieber.

Samir Habibovic, Sportlicher Leiter des ASC 09 Dortmund, war immer im Bilde. „Das war wirklich bitter für Paul, dass es mit Mouscron doch nicht geklappt hat. Ich gönne es ihm, dass er im Profifußball unterkommt. Er hat auch die Klasse dafür“, sagt Habibovic. Er hält Stieber auch weiter die Tür offen. „Wenn er nichts findet und bei uns spielen möchte, soll er mich anrufen.“

Paul Stieber kommt nicht mehr zurrück

Aktuell sieht es nicht danach, dass der Gelsenkirchener zurückkommt („Ich will einfach höher spielen“). Er blickt aber mit Freunde auf sein Jahr in Aplerbeck zurück. „Das ist ein super geführter Klub mit einem tollen Trainer. Es hat sich echt gelohnt, für das eine Jahr in Aplerbeck zu spielen.“

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Der ASC 09 Dortmund hat einen Nachfolger für Stieber in seinen eigenen Reihen gefunden. Michel Post, der nach einer einjährigen Pause wieder dabei ist, soll die Lücke ausfüllen, die Stieber hinterlassen hat. Und wo wurde Post ausgebildet? Auch beim FC Schalke 04.

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