Achter-Recken, Eistanz-Meister und Handball-Asse

Dortmunds Sportlerwahl

Langsam biegt die Wahl zu „Dortmunds Sportler des Jahres 2020“ auf die Zielgerade. Die Abstimmung der 16. Auflage läuft noch bis zum 10. Januar 2021. Auch drei Mannschaften stehen zur Wahl.

Dortmund

, 01.01.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Deutschlandachter setzte seine Siegesserie auf Europas Bühne fort.

Der Deutschlandachter setzte seine Siegesserie auf Europas Bühne fort. © dpa

Deutschlandachter (Rudern): Die Bilder gingen im Lockdown-Frühjahr durch die Republik: Ruderer aus dem Deutschland-Achter beim Trockentraining auf dem heimischen Balkon, im Vorgarten, auf einem Parkplatz, im Wohnzimmer. Die Ergometer glühten nach der Olympia-Verschiebung. Dann endlich war Wassertraining wieder erlaubt und das – am Ende einzige – sportliche Ziel des Jahres hieß Europameisterschaft in Polen.

Im September legten die Schützlinge von Bundestrainer Uwe Bender in Posen den ganzen Lockdown-Frust in zwei starke Rennen, gekrönt vom achten Europameister-Titel in Serie. Nur knapp verpassten die Recken vom Ems-Kanal ihren eigenen Weltrekord. Jakob Schneider resümierte: „Es war schwierig, aber letzten Endes ist für uns alles gut ausgegangen. Ich bin sehr froh, dass die EM stattgefunden hat und wir den Titel geholt haben. Was der Titel am Ende wert ist, das werden wir nächstes Jahr sehen“.

Die BVB-Handballerinnen reihten in der vergangenen Saison Sieg an Sieg.

Die BVB-Handballerinnen reihten in der vergangenen Saison Sieg an Sieg. © Ludewig

Frauen Borussia Dortmund (Handball): Die Saison der Handball-Frauen von Borussia Dortmund endete mit Pauken und Trompeten, aber ohne Titel. Als souveräner Tabellenführer der Bundesliga und Favorit im Final 4 des Pokals erwischte die Schwarzgelben von Trainer André Fuhr der Corona-Abbruch eiskalt. Anders als bei den Männern, die trotz Saison-Abbruchs einen Bundesliga-Meister kürten, gingen die Borussinnen gänzlich leer aus.

Debüt bei den Champions

„Mit dem Begriff Meister der Herzen kann ich nichts anfangen“, schimpfte Abteilungsvorstand Andreas Heiermann. Unter dem Strich blieb das Dortmunder Debüt in der Champions League, dort zahlen die Frauen um Spielmacherin Alina Grijseels gerade etwas Lehrgeld, und der erneute Marsch durch die aktuelle Bundesliga-Saison, wo die Fuhr-Schützlinge immer noch ohne Verlustpunkt sind.

Katharina Müller und Tim Dieck tanzten im Dezember zu ihrem zweiten Deutschen Meistertitel.

Katharina Müller und Tim Dieck tanzten im Dezember zu ihrem zweiten Deutschen Meistertitel. © Hoeppner

Katharina Müller/Tim Dieck (Eistanzen): Zu Jahresbeginn 2020, da war die Welt noch in Ordnung, besonders für das Dortmunder Eistanz-Paar Katharina Müller und Tim Dieck. „Es ist schon eine Riesenlast von unseren Schultern gefallen“, sagte Dieck, nachdem ihr fünfmaliges vergebliches Antanzen bei den Deutschen Meisterschaften und fünf Vize-Titeln in Serie endlich in Oberstdorf von Erfolg gekrönt war. Der erste nationale Meistertitel brachte zwar nicht automatisch die Qualifikation für die Europameisterschaft mit sich, aber auch die interne Qualifikations-Hürde nahm das Paar souverän.

Ganz starke EM-Kür

Bei der EM in Graz holten Müller/Dieck in der Kür mit der besten technischen Final-Note von allen noch unglaubliche fünf Plätze auf und wurden 13. – das beste deutsche EM-Ergebnis im Eistanzen seit vielen Jahren. Gerade holte das Duo seinen zweiten DM-Titel in Dortmund.

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