Der ASC 09 Dortmund muss in den kommenden Wochen auf mehrere Leistungsträger verzichten

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Gleich vier Spieler haben sich beim ASC 09 vor der Partie in Rhynern Verletzungen zugezogen - darunter drei Leistungsträger und ein Königstransfer. Nun wollen andere Verantwortung übernehmen.

Dortmund

, 14.11.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gerade einmal vor drei Tagen, am 11. November, gab Samir Habibovic bekannt, dass der Kader des ASC 09 sich drastisch verkleinern wird. Vier Spieler wurden vom Sportlichen Leiter freigestellt, der Kader so ein wenig entschlackt.

Habibovic kündigte zudem an, dass weitere Akteure folgen könnten: „Ich gucke mir die nächsten drei Wochen ganz genau an. Ich habe kein Problem damit, mich von weiteren drei Jungs zu trennen. Vielleicht hole ich im Winter dann noch zwei Neue.“

Spielentscheidende Akteure des ASC fehlen nun

Bereut hat es Habibovic nicht, dass er diese Ankündigung ausgesprochen hat, etwas schmunzeln musste er am Mittwoch dann schon, als er verkündete, dass dem Oberligisten vorerst vier weiter Spieler fehlen werden. Allein der Grund dafür ist dann doch weniger amüsant.

Kevin Brümmer, Lars Warschewski, Daniel Schaffer und Jasper Stojan haben sich allesamt Verletzungen zugezogen. Gerade bei Brümmer, Warschewski und Schaffer ist es bitter für den ASC 09, da die drei zu den spielentscheidenden Akteuren bei den Aplerbeckern gehören. Zudem galt Jasper Stojan, der vom Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen kam, als Königstransfer des ASC.

Kevin Brümmer: Brümmer soll sich den Angaben zufolge am vergangenen Freitag beim Abschlusstraining für das Spiel gegen TuS Ennepetal, das Brümmer wegen einer Gelbsperre verpasste, am Rücken verletzt haben.

Der ASC 09 Dortmund muss in den kommenden Wochen auf mehrere Leistungsträger verzichten

Kevin Brümmer musste bereits vergangenen Sonntag beim Spiel gegen den TuS Ennepetal zuschauen. Da aber noch wegen einer Gelbsperre. © Stephan Schuetze

Der Kapitän des ASC wird es in dieser Woche ruhiger angehen lassen, ein Einsatz am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel beim SV Westfalia Rhynern soll laut Habibovic erst spontan entschieden werden.

Daniel Schaffer: Der Flügelspieler der Aplerbecker wurde bereits nach 36 Minuten gegen Ennepetal ausgewechselt. „Es war ein langer Ball, ich bin im Sprint hinterher. Und dann hat es geknallt“, erklärt Schaffer.

Sein erster Verdacht, dass es sich bei der Verletzung um einen Muskelfaserriss handeln könnte, habe sich nicht bestätigt. Der 31-Jährige schaut nun von Woche zu Woche. Für das Spiel am Sonntag fällt er aber definitiv aus. Schaffer peilt das Heimspiel gegen Kaan-Marienborn in zweieinhalb Wochen (1. Dezember) für ein Comeback an.

Der ASC 09 Dortmund muss in den kommenden Wochen auf mehrere Leistungsträger verzichten

Daniel Schaffer (M.) musste gegen Ennepetal am Sonntag verletzt ausgewechselt werden. © Stephan Schuetze

Lars Warschewski: Der Shootingstar des ASC hat bereits seit einiger Zeit Probleme am Knöchel. Nun gibt es eine Diagnose beim 20-Jährigen. Warschewski hat sich einen Innenbandriss am Knöchel zugezogen, trägt momentan eine Schiene. Habibovic geht beim Mittelfeldmann von einer Ausfallzeit von rund drei Wochen aus.

Jasper Stojan: Als Jasper Stojan vom Regionalligsten Rot-Weiß Oberhausen zum ASC 09 kam, hatte er seit dem 3. Dezember 2017 kein Spiel mehr bestritten. Ein Kreuzbandriss setzte den Verteidiger für lange Zeit außer Gefecht.

Mittlerweile hat der 21-Jährige die ersten Partien für den ASC 09 bestritten, wurde nun aber zurückgeworfen. Laut Habibovic macht das Knie erneut Probleme. „Jasper wird mindestens drei Wochen fehlen. Das Knie wurde zu stark belastet“, erklärt Habibovic.

Wie will der ASC diesen Aderlass auffangen?

Samir Habibovic macht sich für die kommenden Wochen aber keine Sorgen, trotz der Ausfälle: „Das haben wir am Sonntag auch schon gut gemacht. Simatos, Szymaniak, Isensee haben eine gute Partie gespielt.“ Auch Daniel Schaffer zeigt sich da tiefenentspannt. „Die Qualität haben wir in der Mannschaft. Ich sag mal, wenn wir als Team so auftreten, wie am Sonntag, wird das laufen“, erklärt Schaffer.

Einer, der sich nun in der Verantwortung sieht, ist Pierre Szymaniak - wobei das auch ohne die Verletzungen der Fall gewesem wäre. „Ich versuche immer, Verantwortung in unserem Spiel zu übernehmen. Das hat jetzt nichts mit den Ausfällen zu tun. Durch die fehlenden Spieler ist es nur noch wichtiger, sich zu zeigen“, sagt Szymaniak. „Wir müssen als Team enger zusammenrücken und wieder für einander kämpfen wie im letzten Spiel!“

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