ASC-Coach Bastian Heinrich zu prekärer Lage: Nicht in Panik verfallen

Handball-Landesliga

Vorletzter Tabellenplatz, nur ein Saisonsieg. Es läuft nicht für den ASC 09 Dortmund, für den die Situation ziemlich ungewohnt ist. Am Sonntag kommt es zu einer heiklen Partie.

Dortmund

, 05.11.2019, 14:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
ASC-Coach Bastian Heinrich zu prekärer Lage: Nicht in Panik verfallen

Will nicht in Panik verfallen: ASC-Coach Bastian Heinrich. © Peter Ludewig

Diese Situation kennen sie so nicht in Aplerbeck. Nach Jahren in der Spitzengruppe der Handball-Landesliga (Vierter, Zweiter, Dritter) dümpeln die 1. Herren des ASC 09 Dortmund aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz. Und jetzt steht am Sonntag auch noch die richtungsweisende Partie gegen Schlusslicht Rauxel-Schwerin an.

Alles andere als ein Sieg wäre sicherlich nicht besonders stimmungsaufhellend. Andererseits unterstreicht Trainer Bastian Heinrich: „Wir werden nicht in Panik verfallen.“

Richtung vorgeben

Auf der Homepage des ASC ist die Rede von „Tacheles Gesprächen“ und „klaren Analysen“, die in dieser Woche anstehen. „Wir müssen uns als Mannschaft zusammensetzen und analysieren, woran es hapert. Im Spiel gegen Rauxel müssen wir die Richtung für die weitere Saison vorgeben“, so ASC-Coach Heinrich. Die Mannschaft traf sich zudem am Dienstagabend zum Gespräch - ohne die Trainer.

Im Training läuft es gut

Der Coach, der zusammen mit seinem Co-Trainer Marc Bradtke seit diesem Sommer für die Mannschaft verantwortlich ist, unterstreicht, dass es im Training richtig gut laufe. Jetzt müsse man nur noch konsequent das spielen, was man sich im Training erarbeite. Heinrich: „Wir gehören nicht dahin, wo wir augenblicklich stehen.“

„Wir wussten, dass das eine Übergangssaison wird. Darüber waren wir uns im Klaren. Denn mit Marc Bradtke hat das Herzstück der Mannschaft seine Laufbahn beendet. Marc war Haupttorschütze und Kapitän. Und er stand ganz oben in der Hierarchie. Solch einen Leistungsträger kann man nicht einfach so ersetzen“, blickt Handball-Abteilungsleiter Frank Fligge zurück. „Wir haben es nicht geschafft, die Lücke zu füllen“, erklärte Bastian Heinrich.

Angespannte Verletzungssituation

Ein weiterer Erklärungsversuch liegt in der angespannten Verletzungssituation. Mit Tim Mecklenbrauck, David Wolff, Fynn Mosel und Philipp Meisel und Neuzugang Jan Dölemeyer fielen gleich fünf starke Akteure im Sommer aus. Die Folge war eine schwierige Vorbereitungsphase.

Während Mecklenbrauck wieder fit ist und zuletzt neunmal gegen den Wittener TV traf, fällt das Quartett Mosel, Wolff und Meisel noch bis zum Jahresende aus. Neuzugang Dölemeyer hat noch kein einziges Spiel für den ASC bestritten.

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Direkt zum Auftakt gab’s den ersten und bislang einzigen Saisonsieg gegen Brambauer. Danach folgten meist knappe Niederlagen mit wenig Gegentoren mit einem oder zwei Toren Unterschied. „Oft standen wir auch kurz vor dem Ausgleich“, so Heinrich.

Klarer Tiefpunkt war die 20:30-Pleite am Wochenende beim Neuling Wittener TV. „Natürlich, ohne Harz zu spielen war für uns ungewohnt. Aber das Ergebnis will ich damit nicht schön reden. Das war nicht unser Anspruch, die Leistung war unterirdisch.“

Fligge: „Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen“

Jetzt kommt am Sonntag (15 Uhr) Schlusslicht Rauxel-Schwerin nach Aplerbeck. Eine heikle Partie, wie Frank Fligge sagte: „Wir dürfen die Situation nicht unterschätzen oder den Gegner auf die leichte Schulter nehmen. Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit, der Zusammenhalt. Diese Tugenden müssen wir einsetzen.“

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