ASC Dortmund sieht dicke Macken im Playoff-Modus der Oberliga

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Die Verbandsentscheidung wie die Oberliga spielen wird, steht bevor. Termin 31. Juli. Eine Entscheidung zwischen „Pest und Cholera“, findet Michael Linke, Vorsitzender des ASC 09 Dortmund.

Dortmund

, 24.07.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

21 Teams gehören in der kommenden Saison der Oberliga Westfalen an. Und noch ist nicht klar, wie sie die neue Spielzeit absolvieren werden. Entweder es wird ganz klassisch eine Hin- und Rückrunde gespielt oder man schaltet ausnahmsweise nach der Hinrunde in einen Playoff-Modus. Die Playoff-Variante kam bekanntlich ins Spiel, weil eine Saison mit Hin- und Rückrunde und 40 Spielen pro Team in einem verkürzten Zeitraum Aktive wie Vereine an ihre Grenzen bringen würde.

Doch auch die Playoff-Version, bei der nach der Hinrunde die Teams der oberen Hälfte untereinander um den Aufstieg spielen und die Mannschaften der unteren Hälfte die mindestens drei Oberliga-Absteiger untereinander ausmachen, hat aus Sicht von Michael Linke einige Macken.

Linke sieht vor allem zwei große Konstruktionsfehler bei der Playoff-Regelung, über die der Verband entscheiden wird. „So wie das jetzt angelegt ist, halte ich das für absolut ungerecht“, sagt Linke. Seine Kritik an der Playoff-Regelung entzündet sich vor allem an zwei Punkten:

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Punkt 1: So wie die Playoff-Regelung jetzt ist, ist es durchaus möglich, das einzelne Klubs in den Playoffs nur noch Auswärts- oder nur noch Heimspiele bestreiten. Das, so Linke, passiere eben immer dann, wenn ein Verein, gegen die Klubs, auf die er in den Playoffs trifft, in der Hinrunde etwa nur auswärts oder nur zu Hause gespielt habe. Und selbst wenn dieser Extremfall nicht eintrete, sei eine gleichmäßige Verteilung von Heim- und Auswärtsspielen so gut wie ausgeschlossen. Linke plädiert daher im Playoff-Fall für einen neuen Spielplan mit gleicher Verteilung der Heim- und Auswärtsspiele.

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Punkt 2: Dadurch, dass die vom Verband vorgeschlagene Regelung vorsieht, dass die Vereine in die Playoffs um Auf- und Abstieg nur jene Punkte aus der Hinrunde mitnehmen dürfen, die sie gegen Klubs, auf die sie nun auch in den Playoffs treffen, erzielt haben, sieht Linke die Gefahr einer weiteren Ungerechtigkeit. „Wenn beispielsweise ein Team die Aufstiegsrunde verpasst, aber trotzdem in der Hinrunde gegen zwei oder drei Topteams, die später um den Aufstieg spielen, gepunktet hat, denn zählen diese Punkte in den Abstiegsplayoffs nicht mehr. Und eine Mannschaft, die vielleicht die Hinrunde auf Platz elf oder zwölf abgeschlossen hat, findet sich auf einmal zum Start der Abstiegsplayoffs auf einem der hinteren Plätze wieder.“

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„Angesichts einer Abstiegsrunde, bei der es sowieso ein Hauen und Stechen geben wird, weil es ja bis zu sechs Teams treffen kann, gehen solche Konstruktionen gar nicht“, sagt Linke. Seine Bedenken und seine Veränderungsvorschläge habe er an den FLVW herangetragen, sagt Linke. Ohne Erfolg. „Beim Verband hieß es nur, dass es allein diese beiden Varianten geben werde. Darüber werde auch nicht mehr diskutiert. Das war die Antwort.“

„Ich bin zum Teil fassungslos darüber, dass man auf solche erkennbaren Fehler nicht reagiert“, sagt Linke. „Für uns bedeutet das, dass wir jetzt auch bei anderen Vereinen dafür werben, die 40er-Liga zu spielen – auch wenn es Schwachsinn ist. Aber wenigstens irgendwie gerecht.“

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