ASC hat trotz Niederlage etwas zu feiern - wahrscheinlich auch im nächsten Spiel

hzFußball-Oberliga

Das Spiel gegen Kaan-Marienborn hat Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund 0:3 verloren. Die Aplerbecker stehen nach vier Partien erst bei drei Punkten. Trotzdem gibt es einen Grund zur Freude.

Dortmund

, 01.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die 0:3-Niederlage von Oberligist ASC 09 Dortmund gegen Kaan-Marienborn war ein Abend zum Vergessen für die Aplerbecker. Eigentlich. Denn trotz der Niederlage im vierten Ligaspiel und erst drei Punkten auf dem Konto gab es tatsächlich etwas zu feiern für den ASC.

Den Grund zum Feiern gab Aplerbeck-Trainer Antonios Kotziampassis seinem Team in der 61. Minute. Er wechselte Justin Mitrovic aus, für ihn kam jemand aufs Feld, der das letzte Mal im Februar zusammen mit seinen Kollegen auf dem Platz gestanden hat. Nach ganzen sieben Monaten gab Pierre Szymaniak sein Comeback in der Oberliga.

Und die Chancen stehen gut, dass der Mittelfeldspieler auch im Spiel gegen Aufsteiger Finnentrop/Bamenohl am Donnerstagabend (1. Obtober, 19.30 Uhr, Sportplatz Schweizer Allee) wieder ran darf. Das lädierte Knie des 29-Jährigen hat im Spiel gegen Kaan-Marienborn nämlich gehalten. Nachdem Szymaniak bereits im Oktober 2019 Probleme mit seinem Knie hatte, wurde im Februar 2020 dann festgestellt, dass ein Teil des Knorpels abgebrochen war und auch der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Nach langer Wartezeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde Szymaniak im Juni endlich operiert und konnte mit seiner Reha starten. Am 15. September stand der Mittelfeldstratege endlich wieder auf dem Feld. Allerdings nur in der Bezirksliga, wo er für drei Spiele in der zweiten Mannschaft auflief. Bis zum Spiel gegen Kaan-Marienborn.

Jetzt lesen

Herr Szymaniak, wie geht es dem Knie nach Ihrem ersten Oberliga-Spiel?

Dem geht es gut, von Einheit zu Einheit wird es immer besser. Aber klar merke ich es noch ein bisschen, gerade wenn die Belastung immer wieder gesteigert wird. Aber das erholt sich dann auch immer relativ schnell, sodass es dann auch wieder weitergeht.

Was war es für ein Gefühl, endlich wieder in der Oberliga zu spielen?

Das war schon schön. (lacht) Alleine schon in die Kabine zu kommen, und sein Trikot da wiederzusehen, da freut man sich nach so langer Zeit. Meine Einwechslung war dann natürlich so ein bisschen zwiegespalten: Ich bin reingekommen, da stand es schon 0:3, aber nichtsdestotrotz habe ich mich riesig gefreut, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und fand auch, dass ich relativ gut reingekommen bin.

Gestartet sind Sie aber schon eher, haben drei Spiele in der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga gemacht und auch ein Tor geschossen. Wollte Dominik Altfeld (Trainer ASC 09 II) Sie nicht gerne noch länger behalten?

Das Tor war Elfmeter, da wurde ich mehr oder weniger zu gezwungen, weil keiner schießen wollte. (lacht) Von daher war es jetzt auch nichts besonderes. Aber ich glaube schon, dass sie mich gerne weiter einsetzen würden. Das ist aber natürlich nicht mein Anspruch: Wenn ich Oberliga spielen kann, dann möchte ich auch Oberliga spielen.

Wie wichtig war es, dass Sie nicht sofort in der Oberliga angefangen haben?

Sehr wichtig, definitiv. Ich habe schon im ersten Spiel in der Bezirksliga gemerkt, dass es in Pflichtspielen schonmal eine ganz andere Belastung als im Training ist. Deswegen war ich froh, dass ich die Möglichkeit hatte, über die Zweite ein bisschen Spielpraxis zu sammeln. Es ist einfach eine andere Belastung, von daher habe ich es gerne angenommen.

Pierre Szymaniak ist zurück in der Oberliga.

Pierre Szymaniak ist zurück in der Oberliga. © Stephan Schuetze

Ihre Mannschaft ist mit drei Punkten aus vier Spielen nicht gut in die Saison gestartet. Woran liegt der holprige Start aus Ihrer Sicht?

Das ist eine gute Frage. (lacht) Wir machen im Moment einfach viele individuelle Fehler, was uns so ein bisschen das Genick bricht. Wir sind nicht schlechter als unsere Gegner, sind mindestens auf Augenhöhe, das muss man einfach so sagen. Dann fehlt uns in vielen Situationen einfach so ein bisschen Abgezocktheit.

Wie wollen Sie das in den kommenden Spielen ändern?

So etwas wirklich zu trainieren, ist schwierig. Es macht ja keiner von uns absichtlich die Fehler. Ich kann nur sagen, dass wir in der ein oder anderen Situation einfach klarer spielen müssen und nicht immer etwas riskieren sollten.

Am Donnerstagabend ist Aufsteiger Finnentrop/Bamenohl zu Gast. Da müssen unbedingt drei Punkte her.

Ja, wir gehen natürlich immer mit dem Ziel in die Spiele, auch gewinnen zu wollen. Ich kann Finnentrop schlecht einschätzen, da sie eben Aufsteiger sind, aber die haben bisher ja auch noch nicht großartig gepunktet. (Zwei Punkte in fünf Spielen, Anm. d. Red.)

Die wichtigste Frage: Werden Sie denn gegen Finnentrop wieder auf dem Platz stehen?

(lacht) Also ich bin auf jeden Fall im Kader - und dann schauen wir mal ob der Trainer mich einsetzt.

Lesen Sie jetzt