Atemberaubende Sprünge

DORTMUND Der ADAC feierte in seinem Wohnzimmer silbernes Jubiläum. 25 Jahre Hallen-Cross begeisterten an drei Tagen 30 000 Besucher.

von Von Jürgen Schwabe

, 13.01.2008, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Atemberaubende Sprünge

Die Freestyler zeigten spektakuläre Stunts.

Diese Begeisterung soll auch in Zukunft anhalten. „Wir bereiten uns direkt nach der Veranstaltung auf das kommenden Jahr vor“, verriet Ute Kockelke vom ADAC Dortmund. Die Anstrengungen haben sich auch im Jubiläumsjahr gelohnt. Alle drei Tage meldete der ADAC bereits im Vorfeld ausverkauft.

Natürlich lebt Hallen-Cross auch von seinem Rahmen-Programm. Doch anders als bei anderen Veranstaltungen kommt der ADAC ohne Ballermann-Musik und Bierzelt Atmosphäre aus. Das Zauberwort heißt Freestyle. Auch diese Sportart wird inzwischen von Profis betrieben.

Sechs Wagemutige

In Dortmund waren sechs wagemutige Sportler am Start und sorgten mit ihren Sprüngen für tolle Stimmung im Oval. Eine komplette Drehung während des Sprungs reicht nicht mehr. Die Darbietung wird mit atemberaubenden Einlagen gewürzt. Da staunt auch einer der alten Haudegen wie „Mad“ Mike Jones. Der Amerikaner führte eine Riege von ehemaligen Cross-Helden an. „JJ“ Jochen Jasinski, Bernd Eckenbach, Harald Ott und die ewige Nr. 1, Warren Edwards zeigten sich den Fans in einem Einlage-Rennen. Die Faszination Hallen-Cross lässt sich nicht beschreiben. Pressebetreuer Ulf Simon: „In ganz Europa ist die Veranstaltung ein Begriff und fest im Terminkalender gebucht.“

Ein Erfolgsrezept ist sicher das hochklassige Fahrerfeld aus Welt- und Europa-Meister. Da durfte auch der jüngste Weltmeister nicht fehlen. Ken Roczen bot mit seinen 13 Jahren eine überzeugende Leistung in der SX2 Klasse, in der immerhin Fahrer bis 23 Jahren starten dürfen.

Beste Werbung

Definitiv beendet hat Colin Dugmore seine Karriere. Auch Stunden nach der Veranstaltung stand der Entschluss fest: „Ich habe mir neue berufliche Aufgaben gestellt und kann auf eine schone Cross-Zeit zurückblicken. Einen besseren Ausstieg konnte ich mir nicht wünschen“, blickt der Publikumsliebling zufrieden zurück.

Zufrieden konnte der Veranstalter auch wieder mit seinen fast 300 ehrenamtlichen Helfern sein. Die drei Tage verliefen ohne Zwischenfälle und waren beste Werbung für eine tolle Sportart. So wird Moderator Thomas Deitenbach auch 2009 wieder fragen: „Seit Ihr bereit für Racing?“

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