Auch ohne Spitzenleute top

Tennis-Herren: Hansa überrascht in Marl / DTK RW ungefährdet / TCE souverän

21.05.2007 / Lesedauer: 3 min

Gut erholt von der Auftaktniederlage gegen Bielefeld und diesmal völlig ohne Leistungsdruck feierte Westfalenligist DTK Rot-Weiß einen ungefährdeten 7:2-Erfolg bei RW Gütersloh. «Jetzt ein Sieg in Bochum, und wir sind wieder im Rennen», erklärte Spielertrainer Darek Nowicki. Ohne Ausländer im Kader präsentierten sich die Ostwestfalen harmlos. Marius Alfs, Darek Nowicki, Tim Richter, Tobias Siechau und Walter Orth legten eine zügige 5:0-Führung hin, bevor Jens Knippschild auf eine sich anbahnende Zerrung reagierte und beim Stand von 3:3 aufgab. «Eine reine Vorsichtsmaßnahme», erklärte Nowicki, «nach der Pfingstpause ist Knippi wieder fit». Danach bestritten die Dortmunder noch zwei Doppel, in denen sie Gütersloh lediglich ein Spiel überließen. Ohne die beiden Spitzenspieler Max Sjövall und Torsten Greif, aber dennoch top präsentierte sich Oberligist TSC Hansa. Das Team von Trainer Tobbe Aslund setzte sich beim TC Marl mit 6:3 durch und verschaffte sich so Luft zur Abstiegsregion. Philipp Leonhardt trotz Grippe, Oliver Janz in typischer Manier mit viel Kampf und Laufbereitschaft und der finnische Ersatzmann Tommi Laine in bestechender Form eroberten zusammen mit dem kampflosen Dennis Martin vier Einzelpunkte. Lediglich der Kampfgeist von Oliver Schrinner, der an die Spitzenposition aufgerückt war und dort dem Rumänen Mihail Stoian bei dessen 6:7, 7:5, 7:5 heftigste Gegenwehr bot, und des Abitur-gestressten Lasse Siedenburg blieben unbelohnt. Dafür machten diese beiden im gemeinsamen Doppel den «Sack» für die Hanseaten zu. Leonhardt/Janz sorgten für die «Zugabe» des sechsten Punktes. Nach der Niederlage gegen Feldmark Dorsten freute sich Verbandsligist TC Eintracht über einen echten «Aufbaugegner»: Das Team von der Strobelallee setzte sich gegen BW Hövelhof 9:0 durch, wobei lediglich Ville Äyräs und Marc Schimmel im dritten Doppel den «Umweg» über einen dritten Satz gehen mussten. Dann aber war das Dortmunder 6:2 eine ebenso klare Angelegenheit wie die übrigen Vergleiche zuvor. «Hövelhof war kein Maßstab, das war heute wirklich einfach», wollte TCE-Trainer Olaf Kirchner den Erfolg nicht überbewerten. Elisabeth Hammelstein

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