Aus der Traum vom nächsten DFB-Pokal-Erlebnis: Berghofen scheitert im Elfmeterschießen

Frauenfußball-Westfalenpokal

Eigentlich war es eine Pflicht-Angelegenheit, doch die Frauen-Fußballerinnen des SV Berghofen mussten am Mittwochabend lernen, dass die Gesetze des Pokals auch für sie selbst gelten.

Dortmund

, 27.11.2019, 22:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aus der Traum vom nächsten DFB-Pokal-Erlebnis: Berghofen scheitert im Elfmeterschießen

Aus der Traum: Eine Wiederholung des DFB-Pokal-Erlebnisses wird es für die Berghofer Frauen zunächst nicht geben. © Nils Foltynowicz

Der SSV Rhade spielt in der Frauenfußball-Westfalenliga keine herausragende Saison. Ein Mittelfeldteam, fünf Siege, ein Unentschieden, sechs Niederlagen. Definitiv keine Übermannschaft und vor allem eine, die man als Regionalliga-Dritter zu Hause schlagen sollte, wenn man im Westfalenpokal eine Runde weiterkommen will.

Erlebnis, dass ihnen keiner nehmen kann

Die Frauenfußballerinnen des SV Berghofen kennen die Gesetze des Pokals sehr genau, sie haben den Westfalenpokal in der vergangenen Saison gewonnen und bekamen dafür ein Erlebnis geschenkt, dass ihnen keiner mehr nehmen kann. Denn der Westfalenpokal-Sieger darf im DFB-Pokal ran - und die Berghofer Mädels zogen mit dem VfL Wolfsburg das große Los, obwohl sie mit 0:2 verloren.

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Ein paar Wochen später ist der Traum von einer Wiederholung eines solchen DFB-Pokal-Events allerdings schon wieder vorbei. Im Viertelfinale des Westfalenpokals schieden die Berghoferinnen gegen besagtes Westfalenliga-Team vom SSV Rhade im Elfmeterschießen aus. „Wir waren einfach richtig richtig schlecht“, sagte Trainer Thomas Sulewski auf dem Weg nach Hause.

Rhade führt zur Halbzeit

Zur Halbzeit hatten die Gäste sogar geführt. Beim einzigen Ausflug in die Berghofer Hälfte erzielte Silvana Portius die Führung (40.). „In der Halbzeit haben wir gesagt, dass noch genug Zeit ist, diese 45 Minuten vergessen zu machen“, sagte Sulewski. Und als Lisa Zensen fünf Minuten nach Wiederanpfiff zum Ausgleich einschoss (50.), „da dachte ich auch, dass es kippt“, sagte Sulewski.

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Doch mit dem Ausgleich verfiel sein Team in den Trott der ersten Hälfte, leistete sich viele einfache Stockfehler und erspielte sich keine echte Torchance mehr. Im Elfmeterschießen verschossen dann Torhüterin Juliane Bauch und Julia Gödecke ihre Elfmeter - die Gäste zogen ins Halbfinale ein.

„Rauszufliegen ist scheiße“, sagte Sulewski, „weil wir wissen, wie geil das sein kann. Jetzt können wir den Titel nicht mehr holen und uns den DFB-Pokal auch abschminken.“ Denn bei den noch vertretenen Teams wären die Chancen der Berghoferinnen wie im Vorjahr groß gewesen. „Aber auch das ist Fußball“, sagte Sulewski. Und die Gesetze des Pokals gelten eben auch für die anderen Mannschaften.

Sonntag gegen Menden

In der Liga sind sie aber weiterhin gut dabei: „Seit Juli haben wir eigentlich nur ein wirklich schlechtes Spiel gemacht“, sagte Sulewski und meinte das gerade verlorene Pokalspiel. Am Sonntag beim Heimspiel gegen den SV Menden (15.15 Uhr, Berghofer Str. 243) soll es die nächsten drei Punkte geben: „Wenn wir oben dran bleiben wollen, müssen wir das gewinnen“, sagt Sulewski.

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