Befreiungsschlag für Kemminghausen: Ein Premierensieg, der sich schon beim Aufwachen andeutete

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Der VfL Kemminghausen hat sein erstes Liga-Spiel seit dem 15. September gewonnen. Spielertrainer Jonas Keimer feierte seinen Premierensieg - und hatte schon beim Aufwachen eine Vorahnung.

Kemminghausen

, 18.11.2019, 12:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die Last, die ihm von den Schultern gefallen ist, „riesig“ gewesen sei, brauchte Jonas Keimer im Interview eigentlich überhaupt nicht mehr zu Protokoll geben. Das verriet schon ein Blick in das Gesicht des Spielertrainers des VfL Kemminghausen.

Erschöpft und vom Regen etwas zugerichtet wirkte Keimer nach Abpfiff. Aber vor allem glücklich und erleichtert. Soeben hatte seine Bezirksliga-Elf, die er gemeinsam mit Alexander Stärk trainiert, den BV Brambauer mit 5:1 besiegt. Es war der erste Meisterschaftserfolg, seitdem das Duo im Amt ist - also seit Mitte September.

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„Es ist einfach nur ein tolles Gefühl, mal wieder einen Dreier eingefahren zu haben und ich denke, dass die nächsten kommen werden“, sagte Keimer, der weit davon entfernt war, sich die Beschreibung „tiefenentspannt“ zu verdienen.

Stattdessen herzte Keimer alles und jeden, was grün-schwarz trug. Seine schon angeschlagene Stimme verkraftete es da auch, dass er im Kreise der Mannschaft nach Abpfiff mehrfach unterbrochen wurde. „Wir haben immer dran geglaubt. Wir haben in den letzten Tagen und Wochen viel mit den Spielern gesprochen und gemerkt, dass die Spieler uns total den Rücken stärken.“

Befreiungsschlag für Kemminghausen: Ein Premierensieg, der sich schon beim Aufwachen andeutete

Spielertrainer Jonas Keimer (M.) - sein Partner Alexander Stärk wirkte nicht aktiv mit - war am Sonntag Dreh- und Angelpunkt des VfL Kemminghausen. © Timo Janisch

Am Sonntag lieferten die Spieler ab - und wie. Endlich gewann Kemminghausen wieder und dann gleich so deutlich - ausgerechnet gegen Brambauer, das vor dem Spieltag die beste Defensive der Liga gestellt hatte und eigentlich extrem diszipliniert verteidigt.

Jonas Keimer merkte beim Warmmachen: „Die Jungs sind total heiß“

„Ich hatte schon ein gutes Gefühl, als ich aufgestanden bin. Ich habe schon beim Warmmachen gemerkt: Die Jungs sind total heiß“, sagte Keimer. Von der Disziplin der Gäste ließen die VfL-Akteure nicht viel übrig, überrollten die Lüner in der zweiten Halbzeit regelrecht. Da war es auch nicht vermessen, dass Keimer den Erfolg auch in der Höhe als verdient ansah.

Besonders, wenn man neben den Rückschlägen der vergangenen Woche im Hinterkopf behält, dass mit Markus Bednarek eine wichtige Option in der Offensive fehlte. Auch Ahmed Ersoy konnte gegen seinen Ex-Verein bekanntlich nur zusehen. Und den frühen Rückstand (11.) verarbeitete und konterte Kemminghausen auch binnen zehn Minuten.

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„Wir sind mittlerweile so weit, dass wir wieder zurückkommen können und uns nicht hängen lassen. Das sah auch mal anders aus. Man sieht, dass die Mannschaft total gefestigt ist und zusammenhält“, so Keimer. Total gefestigt wurde anschließend auch Kemminghausens Nico Höhme. Keimer drückte den letzten nach Abpfiff auf dem Kunstrasen verbliebenen VfL-Spieler nochmal ganz fest.

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