Bei Bövinghausens Kreispokalsieg gibt es ein dickes Haar in der Suppe

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Der TuS Bövinghausen hat am Sonntag den ersten Kreispokalsieg seiner Vereinsgeschichte gefeiert. Nach dem Spiel freuten sich die Spieler über den Titel, ein Akteur war aber auch verärgert.

Dortmund

, 25.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Spieler des TuS Bövinghausen stemmten am Sonntagabend die Kreispokal-Trophäe in den Himmel. Der Westfalenliga-Aufsteiger setzte sich im Endspiel gegen den Bezirksligisten Mengede 08/20 mit 3:1 durch. Bei der Siegerehrung jubelten die TuS-Kicker natürlich ausgelassen. Ein Bövinghausener ärgerte sich trotz des Gewinns aber auch nach dem Spiel, vor allem über sich selbst.

Es lief die 53. Minute. Der TuS Bövinghausen führte zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich mit 3:0, hatte das Spiel auch weitgehend im Griff. Dann lief ein weiterer Angriff des TuS. Im Mengeder Strafraum kam es zu einem Zweikampf zwischen Bövinghausens Maurice Haar, der den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 beisteuerte, und Mengedes Florian Schulz.

Haar blieb danach kurz liegen, ärgerte sich und bewegte sich mit seinem Kopf in Richtung Schulz. Dabei traf er den Mengeder am Oberschenkel - eine Tätlichkeit. Der Unparteiische sprach sich kurz mit seinem Linienrichter ab und stellte Haar mit der Roten Karte vom Platz. Am Montag äußerte sich der Bövinghausener zu dieser Situation.

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„Bei dem vermeintlichen Foulspiel an mich vor der Karte, kann, muss man aber keinen Elfmeter geben. Zu der Karte möchte ich eigentlich gar nicht so viel sagen, weil man die Szene aus verschiedenen Sichtweisen sehen kann. Erkennen kann man das daran, dass der Linienrichter und ich uns definitiv nicht einer Meinung waren“, sagte Haar, der sich aber auch einsichtig zeigte.

„Das Thema ist für mich abgehakt“

„Fakt ist, dass ich mich bei einem solchen Spielstand und der Überlegenheit erst gar nicht auf Wortgefechte oder zu einem Nachsetzen hinreißen lassen darf. Das Thema ist für mich nach einer Nacht abgehakt und ich muss dafür gerade stehen. Den Saisonstart zu verpassen, ist für mich natürlich mehr als unbefriedigend“, so Haar, der nun erst einmal gesperrt sein wird.

Ab dieser Spielzeit gilt für die Amateurfußballer nämlich keine Wochensperre mehr. Stattdessen werden die Akteure für Spiele gesperrt. Wie lange Haar aber genau fehlen wird, ist aktuell noch unklar.

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Auch Maurice Haars neuer Coach, Sven Thormann, war von der Roten Karte seines Schützlings nicht begeistert, bezweifelte aber, dass die Rote Karte in dieser Situation angebracht war. „Ich weiß nicht, ob man da rot geben muss. Die Aktion ist aber natürlich doof und unnötig. So mussten wir uns mehr auf das Verteidigen konzentrieren“, sagte Thormann.

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Trotz des Platzverweises konnte Maurice Haar den Sonntag aber auch genießen. Kein Wunder, sein Team hatte sich den Kreispokal gekrallt. „Alles in allem hatten wir das Spiel im Griff. An der Stelle ein Lob an meine Mannschaft, die es dann trotz Unterzahl souverän zu Ende gespielt hat und trotz des kleinen Schönheitsflecks mit dem Gegentor den Pokal nach Bövinghausen geholt hat“, so Haar abschließend.

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